Dominik Schertel
Nachdem der Spezialchemiekonzern Lanxess am Montag seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2009 erhöhte, melden sich nun die verschiedenen Analystenhäuser mit aktuellen Einschätzungen zu Wort. Die Kursziele gehen dabei deutlich auseinander.
Der MDAX-Konzern Lanxess hat am Montag seine Ergebnisprognose nach oben angepasst. Die Firmenführung erwartet nun ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 450 und 470 Millionen Euro, statt bisher 400 bis 420 Millionen Euro. Diese Meldung veranlasste die Analystenhäuser dazu, ihre Einschätzungen und Kursziele zu überarbeiten. Die Experten von Bankhaus Lampe, Merck Fink sowie der Berenberg Bank empfehlen Anlegern den Titel nach wie vor zu kaufen. Berenberg Bank-Analyst Gunnar Cohrs und sein Kollege von Merck Fink haben ihre Kursziele von 37,00 auf 38,00 Euro beziehungsweise von 29,00 auf 35,00 Euro erhöht. Die Experten von Bankhaus Lampe bestätigten hingegen ihr Kursziel bei 33,90 Euro. Analyst Heiko Feber sieht den Chemiekonzern auf dem richtigen Weg die Profitabilität weiter zu verbessern. Lanxess sei einer seiner bevorzugten Titel für 2010, so Feber weiter.
Ziel: 42 Euro
Die Analysten von Cheuvreux haben nach der Unternehmensmeldung ihre Prognosen für Lanxess für das Geschäftsjahr 2009 ebenfalls erhöht. Auch das Kursziel wurde von 40,00 auf 42,00 angehoben, während das Rating auf "Outperform" belassen wurde. Die Kollegen der Citigroup stehen dem Wert vollkommen anders gegenüber. Citigroup-Analyst Andrew Banson erwartet, dass im laufenden Geschäftsjahr der Druck auf die Cash-Flows steigen und damit die Stimmung etwas gedämpft werden dürfte. Seine Empfehlung lautet "Sell" mit Kursziel 13,00 Euro.
Rating runter, Kursziel rauf
Die Experten von Merrill Lynch haben die Lanxess-Papiere von "Buy" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel allerdings von 33,00 auf 34,00 Euro erhöht. Analyst Andrew Stott rechnet mit einer deutlich anziehenden Nachfrage sowie weiterhin robuste Volumen- und Preissteigerung in einigen Schlüsselmärkten, wie Asien und Brasilien. Allerdings dürfte für die entwickelten Märkte das zweite Halbjahr ein harter Test werden, heißt es in der Studie weiter. Die Experten der WGZ Bank senken ihr Rating ebenfalls von "Kaufen" auf "Halten". Das Kursziel wurde bei 32,00 Euro bestätigt.
Gewinne laufen lassen

An der jüngsten Einschätzung des AKTIONÄRs hat sich nichts geändert. Die Aktie ist in den vergangenen Wochen und Monaten bereits sehr gut gelaufen. Zukäufe sollten erst bei Kursschwächen getätigt werden. Der Stopp-Loss bleibt vorerst 26,30 Euro.