Florian Söllner
Die Aktie des Solarschwergewichts Solarworld fällt unter die wichtige 12-Euro-Marke. Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild innerhalb weniger Tage komplett verändert. Anleger sollten den Stoppkurs nicht vergessen.
Es ist soweit. Solarworld notiert unter der 12-Euro-Marke. DER AKTIONÄR hatte nach der Kurszielreduzierung durch Nomura bereits am Freitag geschrieben, dass es "angesichts der momentanen Abwärtsdynamik für die Aktie schwierig wird, hier eine Trendwende einzuleiten." Die Japaner hatten das Kursziel von 15,30 Euro auf 12,00 Euro gesenkt, da die Gewinnentwicklung aufgrund des sinkenden Preisniveaus Anlass zur Sorge geben würde. Jetzt lohnt sich der Blick auf den 3-Monats-Chart:

Nach dem deutlichen Kursrückgang im Januar folgte im Februar nur eine zaghafte Gegenbewegung. Negativ: Die Januar-Tiefstände wurden daraufhin unterschritten und der eingezeichnete Widerstand nicht zurückerobert.
Wie weit die Aktie fallen kann und wann eine kräftige Gegenbewegung starten könnte, zeigt der 24-Monats-Chart:

Die Aktie notiert unter der 12-Euro-Marke und droht nun, an die untere Begrenzung des eingezeichneten Trendkanals zu fallen. Dies würde Kurse von rund 10 Euro bedeuten. Dann könnte jedoch ein Rebound einsetzen. DER AKTIONÄR rät, aktuell noch von einem Neueinstieg ab. Investierte Anleger sollten spätestens bei 9,50 Euro einen Stoppkurs setzen.
Comeback möglich
Aus fundamentaler Sicht darf Solarworld jedoch nie abgeschrieben werden - ein Comeback der Aktie ist jederzeit möglich. Die Pluspunkte des deutschen Herstellers sind: Die exzellente Positionierung im Wachstumsmarkt USA und die starke Bilanz. Auch die hohe Produktqualität und Vertriebsmacht dürften Solarworld helfen, die negativen Effekte der deutschen Förderkürzung relativ gut zu verdauen.
DER AKTIONÄR hat drei Aktien ausgemacht, die in den nächsten Wochen noch mehr leiden dürften. Dies eröffnet große Chancen, wenn man sich entsprechend auf der Short-Seite positioniert. Jetzt wurden die Verkaufssignale der Aktien eindrucksvoll bestätigt: Leser des neuen Short-Spezialreports können Gewinne von bis zu 100 Prozent erzielen.