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Chart-Check Sky Deutschland: Es sieht nicht gut aus

Werner Sperber

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Positive fundamentale Nachrichten aus dem Unternehmen stehen bei Sky Deutschland negativen Analystenkommentaren und Gerüchten gegenüber. Ein ebenso uneinheitliches Bild liefert auch die Charttechnik der Anteile des Pay-TV-Senders.

Seit dem Start am 1. Dezember 2011 ist der Sport-Nachrichtensender "Sky Sport News HD" unverschlüsselt ausgestrahlt worden. Seit Freitag können nur mehr Abonnenten von Sky Deutschland dieses neue, für den Konzern teuere Angebot sehen. Carsten Schmidt, Sportvorstand des Bezahl-Fernsehsenders aus Unterföhring bei München, ist mit den ersten Zuschauer-Zahlen sehr zufrieden, wie er im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa ausführte. An einem insgesamt schwachen Börsentag verlor die Aktie von Sky Deutschland dennoch überdurchschnittlich stark an Wert. Da passt es ins Bild, dass Sonia Rabussier, Analystin der Commerzbank, ihre Einschätzung mit "Hold" bestätigt, allerdings ihr Kursziel von drei auf 1,60 Euro deutlich gesenkt hat. Sonia Rabussier geht davon aus, dass Sky Deutschland erneut eine Kapitalerhöhung braucht und gibt die benötigte Summe mit 250 Millionen Euro an. Zudem erinnerte sie daran, dass die Lizenzen für die Fußball-Bundesliga neu vergeben werden. Auch charttechnisch gibt es Wermutstropfen.

Licht und Schatten

Das Kaufsignal des Indikators MACD ist zwar noch intakt und die Notierung hat die 38-Tage-Linie überschritten. Andererseits tendiert der Relative Stärke Index in Richtung des über-kauften Bereichs. Zudem sollte die seit Ende Dezember bei Kursen von 1,35 Euro begonnene Aufwärtsbewegungslinie nicht nachhaltig unterschritten bleiben. Diese Linie verläuft derzeit bei 1,74 Euro. Bei 1,70 Euro verläuft aktuell die Abwärtstrendlinie, welche im Juli 2011 bei einem Kurs von 3,80 Euro ihren Anfang genommen hat. Darunter befinden sich horizontale Unterstützungen bei 1,60 Euro und 1,40 Euro. Die nächsten horizontalen Hürden befinden sich bei 1,80 Euro, bei zwei Euro und bei 2,40 Euro.

Nur für Wagemutige

Insgesamt haben die Analysten ihre Ergebnisschätzungen für die Jahre 2011 bis 2013 in etwa beibehalten. Sie erwarten Ergebnisse von minus 0,35 Euro, von minus 0,19 Euro und von minus 0,05 Euro je Anteil. Aufgrund der Gerüchte um eine Kapitalerhöhung bleibt DER AKTIONÄR bei der Einschätzung: Die Aktie eignet sich nur für risikobereite Anleger. Das Kursziel beträgt 2,40 Euro und der Stoppkurs sollte bei 1,45 Euro gesetzt werden.

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