Werner Sperber
Der Aktienkurs von Singulus Technologies ist bis zum November 2011 stark unter Druck gestanden. Seither zieht die Notierung an, zuletzt verlief die Chartkurve immer steiler. Doch demnächst scheinen die Anteile erst einmal konsolidieren zu müssen.
Im November freut man sich auf den Advent, also "die Ankunft", wie es übersetzt heißt, mit fröhlichen Gesichtern von Menschen, die etwas netter als gewöhnlich sein möchten. Im unterfränkischen Kahl am Main im Landkreis Aschaffenburg begannen die Mundwinkel von Dr.-Ing. Stefan Rinck und Dipl.-Oec. Markus Ehret, dem Vorstandsvorsitzenden beziehungsweise dem Finanzvorstand von Singulus Technologies, auch wieder langsam nach oben zu gehen, wie der Aktienkurs ihrer Gesellschaft. Die Notierung erreichte zunächst ein Tief bei 1,90 Euro, nur im März 2009 kosteten die Anteile mit 1,80 Euro noch weniger. Von da an zog der Kurs jedoch leicht an und schwenkte Mitte Dezember bei Notierungen von 1,95 Euro in einen steilen Aufwärtstrend ein. Aktuell hat der Kurs die horizontale Widerstandszone zwischen 2,85 und 3,10 Euro überwunden. Der Weg nach oben wäre also frei. Allerdings spricht der RSI dagegen.
Korrigieren und dann weiter marschieren
Der Relative-Stärke-Indikator befindet sich nun im über-kauften Bereich, demnächst dürfte der Aktienkurs von Singulus also wieder abgeben. Nach unten sichern die Marken von 2,70 Euro und 2,40 Euro ab, wo derzeit die seit Mitte Dezember gültige Aufwärtstrendlinie beziehungsweise die seit April 2011 bestehende Abwärtstrendlinie verlaufen. Danach folgen horizontale Unterstützungen bei 2,20 Euro und 2,03 Euro. Da das Kaufsignal des Trendfolge-Indikators MACD noch immer gültig ist, dürfte es mit der Notierung nach der Konsolidierung weiter nach oben gehen. Die nächsten horizontalen Widerständen befinden sich bei 3,55 Euro und bei vier Euro. Bei 4,45 Euro verläuft die seit Januar 2006 gültige Abwärtstrendlinie.

Es geht immer aufwärts
Die Analysten schätzen die Gewinne für die Jahre 2011 bis 2013 auf 0,07 Euro, auf 0,16 Euro und auf 0,23 Euro je Aktie. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 44, von 19 und von 13,5. Angesichts der derzeit guten Aussichten auf einen gelungenen Verlauf des operativen Turnarounds lassen sich damit durchaus Kurse von vier Euro rechtfertigen. Der Stoppkurs sollte bei 2,10 Euro gesetzt werden.