Martin Weiß
Die Aktie des Biotechunternehmens Qiagen hat seit Jahresbeginn ein Drittel an Wert eingebüßt und gehört damit zu den schwächsten Performern im TecDAX. Seit dem Ausverkauf im August versuchte sich das Papier an einer Bodenbildung - jetzt ist der Ausbruch erfolgt.
Zum Leidwesen vieler Aktionäre erfolgte der Ausbruch aus dem zehnwöchigen Seitwärtstrend nach unten. Am Dienstag schloss Qiagen zwar mit einem kleinen Plus von 1,1 Prozent bei 9,70 Euro. In den Tagen zuvor hatte der Titel jedoch kräftig bis auf 9,40 Euro eingebüßt.
Wie geht es weiter?
Mit dem Break des Bereichs zwischen 9,60/9,70 Euro hat die Aktie ein deutliches Verkaufssignal generiert. Der Anstieg in den anschließenden beiden Tagen um kumuliert 1,3 Prozent ist zunächst als Test der Ausbruchsmarke zu werten. Im Klartext: Es geht weiter runter.

Von operativer Seite ist kaum mit frischen Impulsen zu rechnen. Nach Einschätzung der DZ-Bank wird das Ergebnis in Q3 (Veröffentlichung: 2.11.) allein durch das günstige Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar getragen. Für den zuständigen Analysten ist Qiagen laut Bloomberg bestenfalls eine Halteposition.
Analysten zurückhaltend
Die anderen Geldhäuser sind in ihrer Bewertung kaum optimistischer gestimmt. Die Datenbank von Bloomberg spuckt für Qiagen zwar immer noch sechs Kaufempfehlungen aus. Zwei Drittel der Experten, darunter der treffsichere Michael Bissinger, haben den Titel jedoch mit Halten oder Verkaufen in ihren Listen.
DER AKTIONÄR sieht für Qiagen derzeit keine Trendwende voraus. Wer unbedingt investieren will, sollte es auf der Short-Seite versuchen.