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Chart-Check MAN: Die unendliche Geschichte

Dominik Schertel

Die im DAX gelistete MAN-Aktie kann am Montag nicht an der Performance der Vorwoche anknüpfen. In einem stabilen Marktumfeld gehört das Papier des LKW-Bauers zu den größeren Verlierern im Leitindex. Der Ausbruch aus der seit April andauernden Seitwärtsbewegung ist damit vorerst wieder vom Tisch.

Ende August erklärte DER AKTIONÄR, dass die MAN-Aktie nach deutlichen Abschlägen im Bereich um 65 Euro wieder gen Norden drehen wird. So kam es auch. Die untere Begrenzung der seit Monaten andauernde Seitwärtsrange erwies sich als zuverlässige Unterstützung. Es schloss sich eine technische Erholung an, die den Wert zurück auf über 73 Euro führte. In diesem Bereich scheint der MAN-Aktie allerdings erneut die Puste auszugehen. In einem stabilen Marktumfeld gehört das Papier des LKW-Bauers am Montag zu den größeren Verlierern im DAX. Ein Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung  rückt damit wieder in etwas Ferne. Sollte sich der Wert nicht über 72 Euro behaupten können, wäre mit weiteren Rücklägen bis zunächst in den Bereich um 67,50 Euro zu rechnen.  

Rating runter, Kursziel rauf

Aufgrund der positiven Entwicklung auf dem brasilianischen Lkw-Markt und der Erholung im Schiffsbau hat HSBC-Analyst Colin Gibson seine Prognosen für MAN für die Jahre 2010 bis 2012 angehoben. Zudem erhöhte der Experte das Kursziel für den DAX-Wert von 70 auf 75 Euro. Allerdings reiche das Kurspotenzial nicht mehr für ein "Overweight"-Rating aus. Gibson stuft das Papier nunmehr mit "Neutral" ein. Die Experten der Societe Generale sehen für die Aktie ebenfalls Potenzial bis auf 75 Euro. Da sich die Nachfrage nach Lastwagen auf den europäischen Märkten erhole, sei von einer Anhebung des Unternehmensausblicks bei der Präsentation der Zahlen vom dritten Quartal auszugehen, erklärt Analyst Roderick Bridge. Sein Rating bleibt dennoch auf "Hold". 

Abschläge einkalkuliert

Nachdem dem DAX-Titel der Ausbruch erneut nicht geglückt ist, ist auch in den kommenden Handelstagen mit Abgaben zu rechnen. Langfristig orientierte Anleger sollten sich davon nicht verunsichern lassen und weiter an dem Wert festhalten. Dabei sollte allerdings die untere Begrenzung der Seitwärtsrange im Auge behalten werden. Ein Neueinstieg drängt sich aktuell nicht auf.

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