Steffen Eidam
Die Lufthansa-Aktie konnte zuletzt das alte Hoch nicht knacken. Nach einem Rücksetzer und einer anschließenden Bodenbildung könnte sich das Papier nun erneut anschicken, die alte Hürde zu überwinden.
Aus fundamentaler Sicht befindet sich die Lufthansa voll auf Kurs. Vor allem die umfassenden Kostensenkungsmaßnahmen haben erstmals Wirkung gezeigt. Auch die Charttechnik konnte sich nach der jüngsten Korrektur wieder aufhellen. Der Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt, ein neuer Angriff auf das alte Hoch scheint nur eine Frage der Zeit.
Effizienzsteigerung im Juli
Die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen bei der größten Fluggesellschaft Europas haben im Juli Wirkung gezeigt. So konnte die Kranich-Airline in allen Verkehrsgebieten Absatzzuwächse erzielen. Während die Anzahl der Flüge um zwei Prozent zunahm, gleichzeitig das Angebot aber um 4,6 Prozent ausgebaut werden konnte, ist ein Beleg für die erhöhte Effizienz im Konzern. Insgesamt kletterte die Auslastung in der Passage im Juli um 1,6 Prozent auf 84,7 Prozent. Die Zahl der Fluggäste zog um gut zehn Prozent auf 5,8 Millionen an. Rechnet man die neuen Töchter Swiss, British Midland und Austrian Airlines (AUA) hinzu, schlägt sogar ein Plus von 21 Prozent auf 8,9 Millionen Personen zu Buche. Nach Konzernangaben zog das Europageschäft um knapp ein Viertel an, zudem entwickelte sich das Geschäft mit Langstreckenflügen „weiterhin robust".
Auch in der Luftfrachtsparte setzte sich im Juli der steile Aufwärtstrend mit einem Zuwachs von 19 Prozent fort. Das entspricht einer Erhöhung der Auslastung um 5,6 Prozentpunkte auf über 70 Prozent.
Aufwärtstrend weiter intakt
Nachdem die Lufthansa-Aktie im April ein Hoch bei 13,50 Euro erreicht hat, ging die Notierung im Anschluss in den Sinkflug über. Dabei bildeten sich gleich mehrere wichtige Unterstützungen aus. Kurzfristig sind vor allem die Marken knapp unterhalb von 12 Euro (kurzfristiger Aufwärtstrend) und bei 12,50 Euro interessant. Nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch und anschließender Konsolidierung befindet sich die Notierung aktuell im Bereich der Unterstützung bei 12,50 Euro. Hält diese Unterstützung erneut, ist ein neuer Angriff auf die Marke bei 13,40 Euro wahrscheinlich. DER AKTIONÄR bekräftigt seine Kaufempfehlung mit Kursziel 16 Euro.