Chart-Check Klöckner & Co: Die Aufwärtsbewegung ist (zu) steil

Seit vergangenem Donnerstag steigt der Aktienkurs von Klöckner & Co wieder. Doch diese Bewegung könnte zu steil sein. Außerdem ist der charttechnische Boden der Notierung, wenn überhaupt vorhanden, sehr dünn.
15 Millionen Euro auszugeben, um in den USA ein Dienstleistungs-Zentrum für die Automobilkonzerne zu bauen, sind für den Klöckner & Co eine Kleinigkeit. Deswegen investiert der Stahl-Handelskonzern aus Duisburg dieses Geld auch für ein solches Service-Centre auf dem Gelände von ThyssenKrupp in Calvert, Bundesstaat Alabama. An Geld mangelt es Klöckner & Co also nicht, dafür allerdings an Kunden, die den Konzern eine ordentliche Gewinnspanne verdienen lassen. Zudem mangelt es am Vertrauen der Anleger in den schnellen wirtschaftlichen Erfolg. Deswegen ist der Aktienkurs jüngst erneut abgerutscht. Seit vergangenem Donnerstag kämpft sich die Notierung allerdings wieder nach oben. Sollte der Schlusskurs heute allerdings niedriger als 8,10 Euro liegen, ist diese Aufwärtsbewegungslinie schon wieder ungültig.
8,10 und 8,45 Euro sind wichtig
Sollte der Aktienkurs von Klöckner & Co heute bei mehr als 8,10 Euro schließen und auch die waagerechten Hürden bei 8,20 Euro und vor allem bei 8,45 Euro überwinden, könnte es etwas entspannter aufwärts gehen. Die nächste horizontale Widerstand befindet sich bei 8,80 Euro und bei 8,95 Euro verläuft derzeit die seit Anfang Mai vergangenen Jahres gültige Abwärtstrendlinie. Damals kosteten die Anteile noch 25,65 Euro. Nach unten sichern waagerechte Unterstützungen bei 7,60 Euro und vor allem bei 7,30 Euro ab.

Noch nicht einsteigen
Die Analysten haben ihre Einschätzungen für die Gewinne von Klöckner & Co in den Jahren 2012 bis 2014 gesenkt. Sie erwarten nun Ergebnisse von 0,35 Euro, von 1,03 Euro und von 1,20 Euro je Aktie. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 23, von 8 und von 7. Zudem liegt der Buchwert bei 18,30 Euro je Aktie, das KBV also nur bei 0,45. Diese Bewertungen rechtfertigen steigende Notierungen - allerdings erst, wenn der charttechnische Boden stabil ist, welcher sich bei 7,30 Euro andeutet. Insofern sollten Anleger derzeit nicht einsteigen.
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