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Chart-Check E.on: Es wird wieder eng

Michael Herrmann

Während RWE in den vergangenen Tagen kräftig zugelegt hat, ist die Aktie des Branchenprimus E.on unter Druck geraten. Durch die Kursverluste hat sich die charttechnische Situation wieder deutlich verschlechtert. Wichtig ist nun vor allem eine Marke.

Die Aktien der Energieversorger E.on und RWE entwickelten sich jahrelang nahezu parallel. Schließlich waren sie in fast gleichen Märkten mit den gleichen Produkten unterwegs. Die deutsche Energiewende hat das aber geändert. Ihr unterschiedlicher Energiemix und die unterschiedlichen Herangehensweisen an die neuen Herausforderungen haben auch die fast parallele Kursentwicklung beendet.

Kurs auf 15,85 Euro

Während RWE in den vergangenen Tagen den Ausbruch nach oben aus dem Seitwärtstrend anvisiert, ist E.on unter Druck geraten. Die Aktie hat dadurch die 38-Tage-Linie unterschritten und wieder Kurs auf die Unterstützung bei 15,85 Euro genommen. Fällt diese, drohen aus charttechnischer Sicht weitere Kursabgaben bis in den Bereich von 14 Euro. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Unterstützung wie schon vor wenigen Wochen wieder hält und E.on zu einer Gegenbewegung bis zunächst 18,67 Euro ansetzt.

Zu negativ

Das aktuelle Kursniveau spiegelt weiterhin eine zu negative Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Energieversorgers wider. Konzernchef Johannes Teyssen macht E.on konsequent fit für die Zukunft. Fundamental hat die Aktie ein Aufwärtspotenzial bis 22 Euro. Ein Stopp bei 13 Euro sichert ab.

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