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Chart-Check E.on: Der Aufwärtsbewegung droht das Aus

Werner Sperber
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Der weltgrößte Energie-Dienstleistungskonzern, so E.on über E.on, sollte kleinlaut sein, wenn es um die Entwicklung des Aktienkurses während der vergangenen Jahre geht. Doch seit Anfang des Monats hat sich die Notierung wieder vorsichtig nach oben aufgemacht. Dieses zarte Pflänzchen namens "Hoffnung auf Gewinne" ist allerdings schon wieder bedroht.

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"Atomkraft, Nein, Danke", so hat es bei E.on noch zu Jahresbeginn geheißen. Dr. Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns aus Düsseldorf, erklärte damals, anstatt in den Neubau von zwei Kernkraftwerken in Großbritannien zu investieren, könne E.on sinnvoller investieren. Nun plant E.on den Neubau eines Atomkraftwerkes in Finnland beziehungsweise eine Beteiligung von 30 Prozent an diesem Projekt. Also doch wieder: "Atomkraft, Ja, Bitte." Ähnlich geht es dem Aktienkurs von E.on in seinem seit Anfang 2008 andauernden Abrutschen. Zwischendurch erholt sich die Notierung etwas und dann geht es doch wieder in die bekannte Richtung: Rückwärts, pardon, Abwärts. Heute ist die Aufwärtsbewegung schon wieder in Gefahr.

15,35 Euro als Mindest-Schlusskurs

Seit Anfang Juni bewegt sich die Notierung von E.on nach oben; heute unterschritt der Kurs die entsprechende Aufwärtsbewegungslinie jedoch. Wichtig ist allerdings der Schlusskurs, der höher als 15,35 Euro sein muss, um in dieser Aufwärtsbewegung zu bleiben. Die nächste Hürde befindet sich bei 16,10 Euro, wo derzeit die seit Mitte März gültige Abwärtstrendlinie verläuft. Danach kommt die seit Januar 2008 intakte Abwärtstrendlinie, welche aktuell bei 16,50 Euro verläuft. Bei 16,95 Euro befindet sich eine Anfang Mai gerissene Kurslücke. Solche sogenannten Gaps werden für gewöhnlich geschlossen. Darüber befindet sich bei 18,35 Euro ein horizontaler Widerstand, gefolgt vom Hoch vom März bei 18,65 Euro sowie zwei waagerechten Hürden bei 19,80 Euro und bei 20,30 Euro. Nach unten sichert zunächst die seit September vergangenen Jahres intakte Aufwärtstrendlinie bei 14,15 Euro ab. Darunter befinden sich zwei horizontale Unterstützungen bei 13,75 Euro und bei 12,45 Euro.

Günstig bewertet

Die Analysten schätzen die Gewinne von E.on für die Jahre 2012 bis 2014 auf 1,41 Euro, auf 1,81 Euro und auf 1,95 Euro je Aktie. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 11 und von jeweils 8. Diese Bewertungen rechtfertigen steigende Notierungen - allerdings ist derzeit noch kein Boden in Sicht. Dennoch ist die Notwendigkeit da, Strom zu verbrauchen und zu erzeugen. Die negativen Nachrichten dürften alle bekannt und im Kurs berücksichtigt sein. Deshalb bleibt es beim Kursziel von 20 Euro und dem Stoppkurs bei elf Euro.

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