Chart-Check Dialog Semiconductor: In der Galaxie momentan unten

Der Aktienkurs von Dialog Semiconductor verhält sich heute schwächer als der TecDAX. Die Notierung gibt ab, während der Index klar zulegt. Dabei hat sich erst jüngst ein Analyst positiv zu dem Halbleiterkonzern geäußert. An der allgemein schwachen Börsensituation und am ebenso schwachen Chartbild ändert das jedoch nichts.
Galaxy S3 heißt der Grund, den Thomas Becker, Analyst der Commerzbank, angibt, um seine Kaufempfehlung für die Aktie von Dialog Semiconductor mit seinem Kursziel von 18,50 Euro zu rechtfertigen. Galaxy S3 ist der Name des neuesten Mobiltelefons von Samsung. Zwar sei die Markteinführung dieses Gerätes neutral für den Halbleiterkonzern aus Kirchheim/Teck bei Stuttgart, jedoch dürfte der Umsatzanteil den Dialog mit Samsung erzielt von 9,2 Prozent in diesem Jahr auf 13,5 Prozent im nächsten Jahr steigen. Das sollte einen Betrag von rund 120 Millionen Dollar ausmachen. Dialog bleibt damit Beckers bevorzugter Branchenwert. An der Börse wird Dialog derzeit nicht bevorzugt. Im Gegenteil, der Aktienkurs entwickelte sich gestern schlechter als der TecDAX. Das ist auch dem schwachen Chartbild zu verdanken.
Verkaufssignal
Zwar befindet sich der Relative-Stärke-Indikator vergleichsweise weit unten, was auf demnächst wieder anziehende Notierungen der Aktie von Dialog Semiconductor hindeutet. Allerdings ist das Anfang Juni erzeugte Verkaufssignal im Trendfolge-Indikator MACD weiterhin gültig. Die nächsten horizontalen Unterstützungen befinden sich bei 14 Euro und bei 13,70 Euro. Bei 13,40 Euro verläuft die seit Dezember 2009 gültige Aufwärtstrendlinie. Weitere waagerechte Unterstützungen folgen bei 13 Euro, bei 12,50 Euro, bei 12,10 Euro und bei 11,80 Euro. Die nächste Hürde, die unbedingt überwunden werden müsste, um das Chartbild zu verbessern, liegt bei 14,75 Euro. Dort verläuft die seit Ende Mai gültige Abwärtsbewegungslinie. Horizontale Widerstände folgen bei 15 Euro, bei 15,55 Euro und bei 15,95 Euro. Bei 16,10 Euro verläuft derzeit die seit Mitte April intakte Abwärtstrendlinie.

Die Suche nach dem Boden
Die Analysten schätzen die Gewinne je Aktie für die Jahre 2012 bis 2014 auf 0,86 Euro, auf 1,24 Euro und auf 1,60 Euro. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 17, von 12 und von 9. Die fundamentale Bewertung ist also in Ordnung, doch angesichts der schwachen Börsenverfassung bleibt von einem Einstieg abzuraten, zumal der Stoppkurs bei 14,50 Euro unterschritten worden ist. Bei 13,70 Euro, spätestens bei 12,50 Euro sollte die Notierung jedoch einen Boden finden, der für weitere Kursanstiege tragfähig genug ist. Derzeit sollten Anleger noch abwarten.
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