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Chart-Check Commerzbank: Lage bleibt prekär

Thorsten Küfner

Die Aktie der Commerzbank kommt einfach nicht vom Fleck. Schlimmer noch: In den kommenden Handelstagen könnte es mit dem DAX-Titel sogar noch weiter nach unten gehen. Grund ist eine bearishe Chartformation.

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Die Bankaktien standen an den vergangenen Handelstagen erneut im Fokus der Marktteilnehmer. Neben dem Rätselraten um den Kapitalbedarf vieler spanischer Kreditinstitute, belastete die Branche auch die Manipulation des Interbankenzinses Libor - und möglicherweise auch des Euribor. Da die Unsicherheiten bezüglich der Schuldenkrise sowie des weiteren konjunkturellen Verlaufs weiterhin bestehen, ist es natürlich kein Wunder, dass sich die charttechnischen Aussichten für die Commerzbank zuletzt kaum verbessert haben – im Gegenteil.

Geht es weiter bergab?

Die Anteile der zweitgrößten Privatbank Deutschlands notieren derzeit bei 1,26 Euro und damit nur knapp über dem wichtigen Unterstützungsbereich bei 1,24 Euro. Mittlerweile hat sich allerdings ein absteigendes Dreieck gebildet, was negativ zu werten ist, da derartige charttechnische Formationen oft nach unten aufgelöst werden. Da der von Ende 2011 an gültige Aufwärtstrend bereits gebrochen wurde, könnte es im Falle des Bruchs der Marke bei 1,24 Euro zunächst bis zur Unterstützung bei 1,17 Euro abwärts gehen – dem bisherigen Jahrestief.

Nichts für konservative Anleger!

Die Aktie der Commerzbank bleibt aufgrund der sehr niedrigen Bewertung mit einem KGV von 5 und einem KBV von 0,3 weiterhin sehr günstig bewertet. Mutige, langfristig orientierte Anleger können daher weiterhin zugreifen, sollten allerdings zunächst abwarten, ob der Ausbruch aus dem absteigenden Dreieck gelingt. Der Stopp sollte bei 0,95 Euro platziert werden. Für konservative Anleger ist die Aktie hingegen nach wie vor ungeeignet!

Mehr zu den anderen 29-DAX-Aktien, darunter etwa die Gewinnschätzungen für das kommende Jahr und die aktuellen Einschätzungen, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe 29/12. 

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