Dominik Schertel
Nachdem die BMW-Werke in München, Dingolfing und Regensburg wegen der Vulkanwolke in den letzten Tagen geschlossen blieben, laufen die Bänder am Freitag wieder. Die Aktie des Autobauers könnte zu Wochenschluss noch einmal an Fahrt gewinnen. So dürften Aussagen des Konzernlenkers Reithöfer sowie die Charttechnik für Aufwärtsimpulse sorgen.
Genau vor einer Woche wies DER AKTIONÄR bereits darauf hin, dass die BMW-Aktie kurz davor ist, in einem steilen Aufwärtstrendkanal ein neues Jahreshoch zu markieren. In der laufenden Handelswoche gelang nun der Sprung. Der DAX-Titel konnte das einstige 52-Wochen-Hoch bei 36,44 Euro überwinden und ein neues Hoch bei 37,10 Euro markieren. Nun ist es wichtig, dass sich der Wert oberhalb der Ausbruchsmarke etablieren kann. Die nächste charttechnische Hürde wartet dann in Form des Zwei-Jahres-Hoch bei 38,02 Euro. Nach unten sichert zunächst der bestehende Aufwärtstrendkanal ab.

Stärkeres Wachstum in China
Der Münchener Autobauer BMW will im laufenden Jahr noch mehr am starken chinesischen Automarkt partizipieren. "Wir rechnen 2010 in China mit einem signifikanten Absatzzuwachs auf rund 120.000 Fahrzeuge", erklärte BMW-Chef Norbert Reithofer am Freitag in Peking und erhöhte damit das einstige Absatzziel um 20.000 Fahrzeuge. Auch die jüngst vorgelegten Absatzzahlen der Konkurrenz aus Wolfsburg unterstreichen die Wichtigkeit des chinesischen Marktes. Der Volkswagen-Konzern steigerte seine Auslieferungen in China im ersten Quartal 2010 um 60,9 Prozent.
Alternativer Antrieb
Wie BMW außerdem in dieser Woche bekannt gab, wird man mit dem Megacity Vehicle 2013 das erste Serien-Elektrofahrzeug auf den Markt bringen. "Mit diesem innovativen und von Grund auf neu konstruierten Fahrzeug setzen wir ab 2013 neue Maßstäbe im Bereich der Elektromobilität", so Reithofer. Um Gewicht einzusparen und damit die Reichweite des Fahrzeugs zu erhöhen, setzen die Münchner auf den sehr leichten und zugleich hochfesten Verbundwerkstoff CFK. Dieser kohlefaserverstärkte Kunststoff wird einen bedeutenden Anteil im Werkstoffmix des Vehikels einnehmen. "Dieses Fahrzeug wird die Automobilindustrie, wie wir sie heute kennen, in erheblichem Maße verändern", prophezeit Reithofer.
The trend is your friend
Für Anleger, die in den bayrischen Autobauer investiert sind, besteht derzeit wenig Handlungsbedarf. Die Gewinne sollten laufen gelassen werden. Das AKTIONÄRs Kursziel liegt weiterhin bei 43,00 Euro. Für Anleger, die in den deutschen Automobilsektor investieren wollen, könnte sich auch ein Blick auf die Vorzüge von Volkswagen lohnen.