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Centrosolar: Verlust reduziert, Umsatzprognose bestätigt – Rückkehr zu profitablem Wachstum

Alfred Maydorn

Centrosolar hat im zweiten Quartal 2012 seine Verluste reduzieren können und gleichzeitig die Umsatzprognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der Konzern strebt nach Abschluss der Konsolidierung der Branche eine Rückkehr zu profitablem Wachstum an. Die Aktie verliert im frühen Handel dennoch deutlich an Wert.

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Centrosolar hat ein solides Ergebnis für das zweite Quartal vorgelegt. Die Umsätze lagen mit 63,4 Millionen Euro im Rahmen der Erwartungen und um zwölf Prozent höher als im ersten Quartal. Im ersten Halbjahr summieren sich die Erlöse somit auf 119,9 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 20 Prozent, der sich auf den starken Preisverfall bei Modulen und Solarglas zurückführen lässt. Die Aktie verliert im frühen Handel rund 20 Prozent an Wert und notiert bei 0,91 Euro.

Vor dem Hintergrund des starken Preisverfalls ist die Verringerung des operativen Ergebnisses umso bemerkenswerter. So reduzierte sich der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 3,0 auf 1,9 Millionen Euro und lag auch unter dem Wert des Vorquartals von 2,6 Millionen Euro.

Insolvenzen belasten

Das Ergebnis wurde zusätzlich durch die Insolvenzen von Q-Cells und Sovello belast. Der Wertberichtungsbedarf bei Anzahlungen und Forderungen belief sich auf eine Million Euro. Weitere Kosten von 0,9 Millionen Euro verursachte der Wechsel des chinesischen Produktionspartners. Ohne diese Sonderbelastungen hätte Centrosolar ein nahezu ausgeglichenes operatives Ergebnis ausweisen können.

Im ersten Halbjahr hat Centrosolar seinen Auslandsanteil weiter hochfahren können, er liegt nun bei 69 Prozent. Insbesondere in Italien, Großbritannien, Griechenland und den USA war starkes Wachstum zu verzeichnen.

Gestärkt aus der Krise

Das Ergebnis von Centrosolar ist vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen durchaus bemerkenswert. So hatte die Solarbranche mit weiterhin vorhandenen Überkapazitäten in China, Lagerräumungen insolventer Mitbewerber und abgesenkten Einspeisevergütungen zu kämpfen. Centrosolar sieht sich selbst aber mit der Fokussierung auf kleinere und mittlere Dachanlagen gut aufgestellt „um nach Abschluss der Konsolidierungsphase der Branche gestärkt das profitable Wachstum der vergangenen Jahre auch in den Folgejahren fortzusetzen."

Prognose bestätigt

Die Umsatzprognose von 250 Millionen Euro für das laufende Jahr wurde bestätigt, aufgrund der vielen Unsicherheitsfaktoren der Solarbranche sieht Centrosolar von einer Ergebnisprognose ab. Allerdings betonte das Unternehmen seine breit aufgestellte Finanzierungsstruktur, mit der man über Handlungsspielraum verfüge.

Zu niedrige Bewertung

Mit den vorgelegten Zahlen hat Centrosolar erneut unter Beweis gestellt, das sich dank der konsequenten Ausrichtung auf das Dachgeschäft auch in einem ausgesprochen schwierigen Umfeld ein solides Ergebnis erzielen lässt. Bereits eine Stabilisierung der Branche würde den Solarkonzern schnell wieder in die Gewinnzone kommen lassen. Vor diesem Hintergrund erscheint der starke Kursrückgang der Aktie übertrieben und kann als günstige Kaufgelegenheit genutzt werden.

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