Centrosolar, Solarworld: Gelingt 2013 das große Comeback?
Der Bundesverband Solarwirtschaft meldet, 2012 sei erneut ein Rekordjahr für die Branche gewesen. Für Solarworld und Centrosolar war es indes erneut ein schwieriges Jahr, die Aktienkurse gaben weiter kräftig nach. Kann 2013 der Turnaround gelingen?
Ein weiteres Rekordjahr - der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) teilt mit, dass in Deutschland mittlerweile Solarstrom für acht Millionen Haushalte erzeugt wird. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 45 Prozent. Die Aktien der deutschen Solarfirmen verloren hingegen erneut kräftig an Wert. Centrosolar rutschten um weitere 30 Prozent ab, bei Solarworld summierten sich die Verluste sogar auf fast 70 Prozent.
Scharfer Preisverfall belastet
"Deutschland erntet jetzt die Früchte seiner Anstrengungen bei der Solartechnik. Ihr Anteil an der Stromversorgung hat sich in nur drei Jahren vervierfacht. Gleichzeitig hat sich der Preis neuer Solarstromanlagen halbiert", erläutert Carsten Körnig vom BSW. Und genau dieser Preisverfall machte vor allem den deutschen Solarunternehmen zu schaffen, die mehr oder weniger tief in die roten Zahlen gerutscht sind.
Neue Trends 2013
Aber es gibt Licht am Horizont. So hat die chinesische Regierung angekündigt, die Förderung für die chinesischen Solarunternehmen zurückzufahren, was zu einer Entspannung auf dem übersättigten Modulmarkt führen sollte. Zudem sieht der BSW für 2013 neue Trends auf die Solarbranche zukommen, die den deutschen Herstellern in die Karten spielen. "Wir erwarten den verstärkten Einsatz von Batteriespeichern und modernen Energiemanagementsystemen. Solarstrom selbst zu erzeugen und selbst zu nutzen wird immer attraktiver", meint Carsten König.
Sowohl Solarworld als auch Centrosolar bieten im Bereichen Energiemangement und Eigenstromverbrauch innovative Lösungen an. Durch die Einbindung von Wärmepumpen, thermischen Speichern und Akkus lässt sich der Solarstrom optimal ausnutzen.
Spekulative Kaufchance
Auch wenn die Situation in der Branche zumindest noch im ersten Halbjahr angespannt bleiben wird, sind Solarworld und Centrosolar technologisch gut aufgestellt, um von den neuen Trends überdurchschnittlich profitieren zu können. Allerdings leidet insbesondere Solarworld unter der sehr hohen Verschuldung. DER AKTIONÄR rät daher, Centrosolar zu bevorzugen, weist aber auf den spekulativen Charakter eines Investments hin.
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