Centrosolar: Neue Überraschung – Indiz für Beteiligung?
Ein weiteres Aufsichtsratmitglied hat sich von seinen Centrosolar-Aktien getrennt. Normalerweise keine gute Nachricht, aber bei Centrosolar könnte der Verkauf ein weiteres Indiz für den bevorstehenden Einstieg eines asiatischen Investors sein.
Gestern Abend wurde bekannt, dass es bei Centrosolar zu weiteren Insiderverkäufen gekommen ist. Dr. Bernhard Heiss, sowie seine Ehefrau und seine Tochter haben am 14. September insgesamt 455.000 Aktien (ca. 2,2 Prozent der ausstehenden Aktien) verkauft und sich damit von ihren kompletten Beständen getrennt. Vor gut zwei Wochen hatte bereits Aufsichtsratchef Guido Krass sein komplettes Aktienpaket veräußert.
Bernhard Heiss sitzt sowohl im Aufsichtsrat von Centrosolar als auch in dem von Centrotec. Insofern dürfte auch diese Transaktion in Zusammenhang mit laufenden Gesprächen eines asiatischen Investors stehen, der Interesse am 26,1-prozentigen Centrosolar-Aktienpaket haben soll, welches sich derzeit noch im Besitz von Centrotec befindet.
Den Weg frei gemacht?
Vieles deutet daraufhin, dass der strategische Investor aus Asien bei Centrosoolar Aufsichtsratmandate erhalten wird und dann sowohl Herr Heiss als auch der Aufsichtsratvorsitzende Herr Krass ihre Mandate bei Centrosolar abgeben werden. Dass sie sich bereits im Vorfeld von ihren Aktienbeständen trennen, dürfte rechtliche Gründe haben. Sowohl Herr Krass (2,4 Millionen Aktien) als auch Herr Heiss (77.340 Aktien) sind nicht unerheblich an Centrotec beteiligt. Es ist auch denkbar, dass der Verkauf eine Bedingung des asiatischen Investors war.
Es könnte sich bei den Aktienverkäufen um eine „Bereinigung" der Aktionärsstruktur im Vorfeld des Einstiegs des strategischen Investors handeln. Sie könnten sogar eine Indikation dafür sein, dass die Gespräche mittlerweile weit fortgeschritten sind.
Was ist dran an den Gerüchten?
Eines ist sicher: Es bleibt spannend bei Centrosolar. Die zeitnahen Verkäufe von zwei Aufsichtsräten deuten daraufhin, dass an den Gerüchten um den Einstieg eines asiatischen Investors etwas dran ist. Sollte es zu keiner Beteiligung kommen, entstünde zumindest Erklärungsbedarf für die Aktienverkäufe. Wahrscheinlich wird man schon in Kürze mehr wissen.
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