Centrosolar: Letzte Kaufchance unter 1,00 Euro
In einem schwachen Börsenumfeld zeigt sich die Aktie von Centrosolar ausgesprochen fest. Bei hohen Umsätzen legt sie am Freitag um weitere 5,5 Prozent zu und notiert mit 0,96 Euro nur noch knapp unter der Marke von einem Euro. Gelingt der Sprung darüber, sind weitere Kurssteigerungen möglich.
Bis 15 Uhr wurden bereits über 250.000 Aktien von Centrosolar gehandelt - der höchste Umsatz seit Monaten. Der Kurs legt weiter zu und notiert nur noch wenige Cent unter der Marke von einem Euro. Das große Interesse verwundert nicht, denn Centrosolar hat das Potenzial, aus der aktuellen Solarkrise gestärkt hervorzugehen.
Das größte Plus von Centrosolar gegenüber den meisten anderen deutschen Solarunternehmen ist die Fokussierung auf das Dachgeschäft. Bei der Neustrukturierung der Solarförderungen sind die Kürzungen für kleine und mittelgroße Dachanlagen geringer ausgefallen als befürchtet. Hinzu kommt, dass Centrosolar über eine vergleichsweise solide Bilanz verfügt.
Hoher Auslandsanteil, neue Aufträge
Ebenfalls positiv ist der recht hohe Auslandsanteil von Centrosolar zu bewerten, der im Geschäftsjahr 2011 auf über 60 Prozent gesteigert werden konnte. Zuletzt ließen zudem einige neue Großaufträge aufhorchen. So hat wird Centrosolar auf 190 Dächern einer Wohnungsbaugesellschaft in Frankreich dachintegrierte Solaranlagen installiert. Auftraggeber ist die staatliche Elektrizitätsgesellschaft EDF.
Der Börsenwert von Centrosolar beläuft sich auf lediglich 18 Millionen Dollar, was nur etwa sieben Prozent des Jahresumsatzes von 250 Millionen Euro entspricht. Zum Vergleich: Solarworld macht zwar viermal so viel Umsatz wie Centrosolar, hat aber mit 150 Millionen Euro eine achtmal so hohe Marktkapitalisierung.

Kurzfristig 1,50 Euro, langfristig über 3,00 Euro
Die Aktie von Centrosolar hat noch viel Aufwärtspotzenzial. Der kurzfristig zu erwartende Sprung über die Marke von einem Euro dürfte weiteres Kaufinteresse nach sich ziehen. Erstes Kursziel sind 1,20 bis 1,50 Euro, auf lange Sicht sind bei verbesserten Bedingungen in der Solarbranche auch wieder Kurse von über drei Euro möglich.
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