Centrosolar: Der Gewinner Frankreichs neuer Solar-Milliarde
Im Gegensatz zu Deutschland, wo zuletzt die Solarförderungen drastisch gekürzt wurde, hat Frankreich gerade neue Solarprojekte im Gegenwert von rund einer Milliarde Euro genehmigt. Hiervon dürfte auch die deutsche Solarfirma Centrosolar profitieren, die in Frankreich ausgesprochen aktiv ist.
Während der frühere französische Präsident Nicolas Sarcozy nicht unbedingt als Freund erneuerbarer Energien bekannt war und voll auf Kernenergie gesetzt hat, zeichnet sich unter dem neuen Präsidenten Francois Hollande ein Wechsel in Frankreichs Energiepolitik ab. Die neue Regierung hat neue Solarprojekte mit einem Gegenwert von rund einer Milliarde Euro genehmigt.
Insgesamt sollen über 200 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 541 Megawatt entstehen. Im ersten Schritt geht es dabei um insgesamt 109 Projekte mit einer Leistung zwischen 100 und 250 Kilowatt, später sollen dann 105 größere Anlagen folgen.
Der deutsche Gewinner
Einer der großen Profiteure des neuen Solarbooms in Frankreich könnte aus Deutschland kommen. Für Centrosolar ist Frankreich seit Jahren einer der wichtigsten Absatzmärkte. Erst Anfang Juli hatte die französische Tochtergesellschaft Centrosolar France einen Auftrag über ein französisches Großprojekt erhalten. Auf insgesamt 109 Dächern einer Wohnungsbaugesellschaft sollen Solaranlagen installiert werden. Auftraggeber ist der französische Stromkonzern EDF.
Viel Potenzial
Noch ist unklar, inwieweit Centrosolar in die neuen französischen Solarprojekte involviert ist, aber mit neuen Aufträgen ist aufgrund der starken Expertise von Centrosolar in Frankreich durchaus zu rechnen. Die Aktie von Centrosolar könnte von der neuen Aufbruchsstimmung in Frankreich ebenfalls profitieren. Aktuell notiert der Kurs bei etwa 1,00 Euro. Der Börsenwert beläuft sich mit 20 Millionen Euro auf gerade einmal ein Zwölftel des erwarteten Jahresumsatzes von rund 250 Millionen Euro.
Große Chance, hohes Risiko
Nach einer gesunden Konsolidierung könnte die Centrosolar-Aktie ihren im Juni begonnen Höhenflug fortsetzen. Kurzfristig hat der Wert nun Kurspotenzial von 50 bis 70 Prozent, bis zum Jahresende ist in einem stabilen Solarumfeld auch durchaus eine Vervielfachung des Aktienkurses möglich. Noch vor einem Jahr notierte Centrosolar bei knapp vier Euro. Ein Investment in Centrosolar unterliegt aber aufgrund der weiterhin schwierigen Bedingungen in der Solarbranche überdurchschnittlich hohen Risiken.
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