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Centrosolar: Besser als Solarworld, Conergy, Yingli und Trina?

Alfred Maydorn

Fast alle Solarfirmen sind 2011 in die roten Zahlen gerutscht, einige mussten sogar Insolvenz anmelden. Die deutsche Centrosolar konnte ihre Verluste vergleichsweise niedrig halten und könnte als einer der Gewinner aus der aktuellen Branchenkrise hervorgehen.

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Bis auf einige wenige Ausnahme mussten fast alle Solarfirmen im abgelaufenen Jahr Verluste ausweisen. Diese fielen allerdings sehr unterschiedlich aus. Spitzenreiter war Q-Cells, hier erreichte der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) 70 Prozent der Umsätze. Zuviel, Q-Cells musste bekanntlich Insolvenz anmelden.

Tiefrote Zahlen

Auch Solarworld und Conergy mussten 2011 hohe Verluste ausweisen. Bei Solarworld erreichte die negative EBIT-Marge 22 Prozent, bei Conergy waren es 24 Prozent. Bei den großen chinesischen Modulproduzenten sah es nicht viel besser aus. Suntech Power und Yingli Green Energy mussten Verluste in Höhe von 16 und 18 Prozent ihrer Umsätze ausweisen.

Vergleichsweise gutes Ergebnis

Mit einer negativen EBIT-Marge von nur vier Prozent hat Centrosolar das schwierige Jahr 2011 vergleichsweise gut überstanden. Unter den großen Modulproduzenten schnitten nur First Solar mit minus zwei Prozent und Canadian Solar mit einem ausgeglichenen Ergebnis besser ab.

Größte Vorteile von Centrosolar sind die Fokussierung auf das vergleichsweise margenstarke Dachgeschäft, sowie der hohe Auslandsanteil. Dieser lag 2011 bei 62 Prozent und erreichte im ersten Halbjahr 2012 sogar 69 Prozent. Einer der größten neuen Wachstumsmärkte sind die USA. Hier ist Centrosolar bereits seit 2007 mit einer Tochterfirma aktiv.

Attraktive Bewertung

Die Aktie von Centrosolar ist im Vergleich zu den anderen Modulproduzenten weiterhin deutlich zu niedrig bewertet. So liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von Centrosolar bei 0,10, während das von Solarworld mit 0,19 fast das Doppelte beträgt. First Solar hat mit 0,5 sogar ein fünf Mal höheres KUV. Allerdings schreibt der US-Solarkonzern im Gegensatz zu den deutschen Modulproduzenten schon wieder schwarze Zahlen.    

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