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Centrosolar: Aufsichtsrat verkauft, asiatischer Investor plant Einstieg

Alfred Maydorn

Der Aufsichtsratschef von Centrosolar hat sämtliche Anteile verkauft, immerhin 880.000 Aktien. Damit soll der der Weg freigemacht werden für den Einstieg eines asiatischen Investors. Die Gespräche laufen bereits, noch im September könnten Details bekannt werden.

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Wenn der Chef eines Aufsichtsrates sein komplettes Aktienpaket verkauft, dann ist das selten ein gutes Zeichen. Am Montagnachmittag wurde bekannt, dass Guido A. Krass alle seine Centrosolar-Aktien, insgesamt 880.000 Stück oder umgerechnet 4,32 Prozent aller ausstehenden Aktien veräußert hat. Allerdings nicht, weil er nicht mehr an das Unternehmen glaubt, sondern offenbar um den Weg freizumachen für den Einstieg eines asiatischen Investors.

Verkauf des Centrotec-Pakets

Wie DER AKTIONÄR aus gut informierten Kreisen erfahren hat, laufen bereits Gespräche mit Interessenten aus Asien, die eine Beteiligung an Centrosolar anstreben. Interessant ist für einen strategischen Investor vor allem das gut ausgebaute Vertriebsnetz von Centrosolar in Europa. Zur Diskussion steht der Verkauf eines Anteils von 26,1 Prozent, den zurzeit noch die Centrotec AG hält.

Diese Beteiligung war allerdings seit vielen Jahren per Stimmbindungsvereinbarung mit den 4,32 Prozent von Centrotec-Aufsichtsratschef Krass zusammengelegt, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Centrotec ist. Ein Verkauf von über 30 Prozent der Anteile an einen Investor hätte jedoch den Käufer nach deutschem Aktienrecht zu einem Übernahmeangebot an die übrigen Aktionäre verpflichtet.

Ergebnis noch im September

Durch den Verkauf des Anteils von Ausfsichtsratchef Krass gilt der Vertrag nun nicht mehr, die 30-Prozentschwelle ist unterschritten und der potenzielle asiatische Investor kann die verbleibenden 26 Prozent der Centrosolar-Aktien von Centrotec übernehmen. Um wen es sich handelt ist noch nicht bekannt, es kommen aber viele asiatische Solarfirmen in Betracht, die Interesse am weit ausgebauten Centrosolar-Vertriebsnetz in Europa und an die Marktpräsenz in den USA haben. Ein konkretes Ergebnis der Gespräche könnte noch im Monat September bekanntgegeben werden hat DER AKTIONÄR in Erfahrung bringen können.

Kaufkurse

Gemessen am aktuellen Börsenwert der Centrosolar würde die 26-prozentige Beteiligung an Centrosolar derzeit gerade einmal 5,5 Millionen Euro kosten. Für viele asiatische Solarunternehmen ein Betrag, der aus der Portokasse bezahlt werden kann. Für Centrosolar wäre eine solche strategische Beteiligung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zum profitablen Wachstum. DER AKTIONÄR rät bei Kursen um 1,00 Euro weiterhin zum Kauf der Aktie.

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