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Andreas Deutsch

Am nächsten Sonntag wird gewählt. Wer das Rennen macht, ist völlig offen. Welche Auswirkungen hat die Bundestagswahl auf den Aktienmarkt? Und welche Aktien profitieren von welchem Wahlausgang? DER AKTIONÄR hat die Antworten.

Je näher der Wahltermin rückt, desto knapper fallen die Umfragewerte aus. Zuletzt haben die Sozialdemokraten ihre Aufholjagd fortgesetzt. Laut Deutschlandtrend kommt die SPD auf 26 Prozent und verbessert sich im Vergleich zur Vorwoche um drei Prozentpunkte.

CDU/CSU bleibt nach der am Donnerstagabend veröffentlichten Umfrage des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap bei 35 Prozent. Die FDP kommt auf 14 Prozent, die Linke auf elf und die Grünen kommen auf zehn Prozent.

Damit käme Schwarz-Gelb auf 49 Prozent, das linke Lager würde 47 Prozent erreichen.

Wer gewinnt?

Politische Börsen sollen ja kurze Beine haben. Doch es gibt viele Beispiele, die das Gegenteil zeigen. Wäre die berauschende jahrelange Top-Performance der osteuropäischen Börsen möglich gewesen ohne politischen Wandel? Mitnichten.

Schaut man sich zudem die Wertentwicklung deutscher Aktien nach Bundestagswahlen seit 1965 an, fällt auf, dass der Aktienmarkt im Anschluss an einen Regierungswechsel in der Regel überdurchschnittlich zugelegt hat. Zumal der Börse eine künftige CDU/CSU/FDP-Regierung gewiss deutlich besser "schmeckt" als Rot-Rot-Grün oder die Fortsetzung einer großen Koalition.

Da die SPD in den Umfragen aber auf dem Vormarsch ist, könnte Letzteres eintreten. DER AKTIONÄR hat in Ausgabe 36/09 drei "Immer-Gewinner" vorgestellt, die - egal, wer als Sieger aus der Bundestagswahl hervorgeht - bei den Anlegern für Freude sorgen dürften.

Zum Beispiel Amadeus FiRe. Die Zeitarbeitsbranche gehört in der Regel zu den größten Gewinnern, wenn die Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt. Die meisten Unternehmen halten sich mit Festeinstellungen zunächst zurück und greifen lieber auf qualifiziertes Zeitarbeitspersonal zurück. DER AKTIONÄR sieht das Kursziel für Amadeus FiRe bei 18 Euro, der Stoppkurs sollte bei 10,50 Euro platziert werden.

Durch welches parteiliche Farbenspiel die kommende Regierung auch geprägt sein wird - einen entscheidenden Rückschritt bei den erneuerbaren Energien kann und will sich keine Fraktion leisten. Egal, wo die Solarkonzerne produzieren, sie setzen auf Anlagen made in Germany. Einer der größten Gewinner dürfte daher der Hersteller von Produktionsanlagen sein, Roth & Rau. Das Kursziel lautet 35 Euro. Stoppkurs bei 23 Euro setzen.

Ebenfalls ein Gewinner ist die Nordex-Aktie. Die Windenergie zählt zu den effizientesten unter den erneuerbaren Energien. Nordex ist gut positioniert, die anziehende Konjunktur sollte die Umsätze anziehen lassen. Kursziel: 17 Euro, Stopp bei zehn Euro.

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