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Buffett lässt Sunpower, Solarworld, Centrosolar, Centrotherm und Yingli strahlen – zu recht?

Alfred Maydorn

Starinvestor Warren Buffett hat zugeschlagen: Mit seinem 2,5-Milliarden-Dollar-Solarinvestment hat er eine komplette Branche aufgeweckt. Aktien von Solarfirmen glänzen mit kräftigen Kursgewinnen. Aber sind die Aufschläge berechtigt? Und vor allem, sind sie nachhaltig?

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Um satte 48 Prozent schoss die Aktie von Sunpower am Donnerstag nach oben. Das US-Solarunternehmen hatte am Tag zuvor ein Solarprojekt für 2,5 Milliarden Dollar an den hauseigenen Versorger MidAmerican Holdings des Multimilliardärs Warren Buffett verkauft. Der Deal beflügelte die Fantasie der Anleger und löste an der Börse eine echte Solar-Kaufwelle aus.

Weltweite Solar-Party

Auch die deutschen Solaraktien erwachten aus ihrem Winterschlaf. So ist etwa der Kurs von Solarworld an nur drei Handelstagen um 30 Prozent nach oben geschnellt. Bei Centrosolar summieren sich die Gewinne auf fast 20 Prozent. Am heutigen Freitag notiert Solarworld gut zehn Prozent höher, bei Centrosolar sind es plus fünf Prozent. Sogar die Aktie des insolventen Maschinenbauer Centrotherm schießt am Freitag um 35 Prozent nach oben.

Die Aktien vieler chinesischer Solarfirmen glänzten am Donnerstag ebenfalls mit zweistelligen prozentualen Zuwächsen. Trina Solar wurde um fast 20 Prozent nach oben katapultiert, Yingli legte um 16 Prozent zu, bei JinkoSolar waren es plus zehn Prozent.

Eine Frage der Stimmung

Viele Anleger reiben sich ob dieser Kurszuwächse verwundert die Augen und fragen sich, was sich etwa für die deutschen Solarfirmen Solarworld oder Centrosolar verändert hat, wenn Buffett in den USA ein Solarprojekt kauft. Auf den ersten Blick zweifellos nichts, aber die zuletzt überzogen triste Stimmung in der Branche hat sich spürbar aufgehellt.

In den vergangenen beiden Jahren haben sich Investoren fast vollständig aus der Branche verabschiedet, zahlreiche Firmen rutschten in die Insolvenz. Der Einstieg Buffetts zeigt, dass sich in der Branche offensichtlich doch noch Geld verdienen lässt.

Positives Signal

Allerdings hat er nicht in ein Solarunternehmen, sondern in ein Solarprojekt investiert. Aber auch das ist grundsätzlich ein positives Signal, denn eine zunehmende Nachfrage nach Solarprojekten kann mittelfristig helfen, die vorhandenen Überkapazitäten der Branche abzubauen, was im zweiten Schritt zu einer Stabilisierung der zuletzt drastisch gefallenen Preise führen kann und letztlich dazu, dass auch die Hersteller von Solarmodulen wieder Geld verdienen.

Auf Qualität achten

Insofern lassen sich die Kurssteigerungen insgesamt durchaus rechtfertigen. Dennoch sollten Anleger differenzieren und nur in Aktien von Unternehmen investieren, die operativ und bilanziell gesund sind. Die Favoriten des AKTIONÄR sind First Solar aus den USA, JinkoSolar aus China und Centrosolar als deutscher Solarwert. Kurzfristig sind auch der Wechselrichterhersteller SMA Solar und Solarworld interessant. Die Aktie von Centrotherm sollte indes gemieden werden, die Risiken sind zu groß.

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