Börsenwelt Presseschau II: m-u-t und Jaxx unter der Lupe
Die Prior Börse erwartet, keinen Mut zu brauchen, um die Aktie von m-u-t zu kaufen. Der Nebenwerte Investor hält die Aktie von Jaxx für eine Wette wert. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse bezeichnen die m-u-t AG Messgeräte für Medizin- und Umwelttechnik als einen verborgenen Meister. Seit dem Jahr 2006 steigt der Umsatz des Unternehmens im Schnitt um 30 Prozent und der Gewinn um 20 Prozent pro anno. Im Rekordjahr 2011 legten die Erlöse um 26 Prozent auf 42 Millionen Euro zu und das Ergebnis je Aktie um 70 Prozent auf 0,54 Euro. In den kommenden fünf Jahren soll sich der Umsatz auf mehr als 100 Millionen Euro und die operative Gewinnmarge von elf auf 15 Prozent erhöhen. Vorstandsvorsitzender Heino Prüß erklärte bei einer Investorenkonferenz in Frankfurt am Main, er möchte dazu die Gesellschaft gut in den Zukunftsmärkten wie Landwirtschaft, Lebensmittel, Umwelttechnologie sowie Medizin aufstellen. Zudem soll ein Zukauf das Erreichen der ambitionierten Pläne erleichtern. Für das laufende Jahr prognostiziert Prüß lediglich konservativ einen Umsatz von 44 Millionen Euro und einen Gewinn von 0,60 Euro pro Anteil. Daraus ergibt sich ein KGV von nur 9. Die Bilanz ist mit einer Eigenkapitalquote von 53 Prozent solide. Zudem gehören etwa 35 Prozent der Aktien dem Unternehmensgründer. Wenn m-u-t also die Ziele erreicht, hat der Aktienkurs beträchtliches Potential.

Der Nebenwerte Investor: Zocker können auf Jaxx wetten
In der vergangenen Woche ist mitgeteilt worden, dass das Bundesland Schleswig-Holstein eine der drei ersten Lizenzen für das Veranstalten von Sportwetten noch im Sommer an die PEI Ltd. vergeben würde. PEI betreibt dafür die Plattform Mybet und die wiederum ist eine Tochterfirma von Jaxx SE. Für die Experten des Nebenwerte Investors ist Jaxx damit ein chancenreicher Hotstock innerhalb der boomenden Wettbranche. Das Wettgeschäft von Jaxx könne damit als "seriös und sicher" über die Internetseite mybet.com von statten gehen. Zudem darf dieses Angebot künftig auch beworben werden. Dafür muss Jaxx ein Fünftel des Wett-Umsatzes an die Regierung von Schleswig-Holstein abführen. Falls Jaxx zudem noch die Genehmigung für das Casino- und Pokerangebot bekommen sollte, dürfte das den Aktienkurs noch weiter nach oben treiben. Jaxx SE ist eine Finanzholding, die Beteiligungen an diversen Unternehmen aus der Glücksspielbranche in Deutschland, England, Italien, Spanien, Österreich, Malta und Belgien hält. Im vergangenen Jahr gelang der Turnaround. Nach der Kapitalerhöhung im vergangenen Jahr stieg die Eigenkapitalquote von 41,2 auf solide 60,7 Prozent. Der Bestand an flüssigen Mitteln beträgt 7,2 Millionen Euro. Noch im Mai plant der Vorstand die Umbenennung von Jaxx in Mybet Holding. Danach soll sich Mybet auf die Kernkompetenzen Sportwetten, Casino und Poker über das Internet und die 501 Ladengeschäfte konzentrieren. Die rasant wachsende Branche sowie der wohl anhaltende Turnaround mit sich verbessernden Gewinnspannen und die gute Positionierung von Jaxx/Mybet machen die Aktie für risikobereite Anleger reizvoll. Im Gesamtjahr 2012 dürfte der Umsatz 65 Millionen Euro und das EBIT zwei Millionen Euro betragen. Am Donnerstag, 10. Mai, legt Jaxx die Zahlen für das erste Quartal vor. Investoren sollten die Aktie bei einem Kursrücksetzer bis 1,15 Euro kaufen. Das erste Kursziel beträgt 1,70 Euro.
Änderungen im Musterdepot des Nebenwerte Investors:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten ihre 2.500 Anteile der HTI High Tech Industries AG wohl mit Verlust ausbuchen. Dafür soll das theoretische Bezugsrecht im Verhältnis 4:1 bei der Kapitalerhöhung von PWO Progress Werk Oberkirch ausgeübt werden. Demzufolge buchen sie zu ihren 100 Aktien, die sich bereits im Musterdepot befinden, 25 weitere zu 36,50 Euro ein.
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