Börsenwelt Presseschau II: KWS Saat sowie Sky Deutschland und Borussia Dortmund unter der Lupe
Die Prior Börse pflanzt den Gewinnsamen bei KWS Saat ein. Das Zertifikatejournal verabschiedet sich von Borussia Dortmund und Sky Deutschland.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse verweisen darauf, dass die Zahl der Menschen auf der Erde steigt. Sie alle haben ein Recht auf ausreichende Versorgung mit gesundem Trinkwasser und Ernährung. KWS Saat profitiert auch davon, dass immer mehr Energie aus Pflanzen gewonnen wird. Verbessertes Saatgut und gentechnisch verändertes Saatgut sorgen dabei für höhere Ernteerträge. Die Geschäfte des weltweit viertgrößten Produzenten von Saatgut laufen so gut, dass Vorstandsvorsitzender Philipp von dem Bussche bereits zweimal die Ziele für das laufende Jahr angehoben hat. Nun erwartet er, dass die Umsätze auf 970 Millionen Euro und das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) auf 117 bis 136 Millionen Euro steigen werden. Bislang setzt KWS Saat 95 Prozent der Produkte in Europa und Amerika ab, doch der Konzernchef erkennt beträchtliches Wachstumspotential in den Schwellenländern und hier vor allem in der Volksrepublik China. Der Aktienkurs von KWS Saat erreichte mit 187,40 Euro ein Allzeithoch. Angesichts der Gewinnschätzungen für das laufende Jahr lässt sich daraus ein KGV von ambitionierten 17 ableiten. Anleger sollten deshalb Kursrücksetzer abwarten, um einzusteigen.

Das Zertifikatejournal: Sky steigt ab, Dortmund kann nicht weiter aufsteigen
Wer Deutscher Fußballmeister wird, dürfte mehr Geld einnehmen, vor allem aus dem Verkauf von Fan-Artikeln, auf denen auch in dieser Saison das Emblem von Borussia Dortmund prangt. Allerdings dürfte der Deutsche Fußballmeister auch für Spieler und Trainer mehr ausgeben müssen - als Prämie für die Vergangenheit und als höhere Gehälter für die Zukunft. Borussia Dortmund ist zwar Meister, schied jedoch früh aus den europäischen Wettbewerben aus. Andernfalls hätte Dortmund noch wesentlich mehr einnehmen können. Die Experten des Zertifikatejournals raten deshalb dazu, es wie Uli Hoeneß, Präsident des Ligakonkurrenten FC Bayern München, zu machen, der in einem Interview beim Bezahlfernsehsender Sky Deutschland angekündigt hat, seine Aktien der Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA zu verkaufen.
Die Experten des Zertifikatejournals raten ebenfalls dazu, sich dabei auch gleich von den Aktien von Sky Deutschland zu trennen. Das Unternehmen erhielt zwar in dieser Woche von der Deutschen Fußball Liga (DFL) das Recht, die Spiele der Fußball-Bundesliga auch in den Serien 2013/14 bis 2016/17 live übertragen zu dürfen. Allerdings muss der Konzern dafür auch wesentlich mehr bezahlen. Anstatt der bisher etwa 250 Millionen Euro pro Saison, muss Sky dann rund 486 Millionen Euro an die DFL überweisen. Dabei ist Sky Deutschland schon jetzt dauerhaft verlustträchtig. Das zusätzlich fehlende Geld kann nur von neuen Abonnenten kommen oder von den bereits vorhandenen. Das wird aber nicht funktionieren. Gewinne von Sky Deutschland sind daher auch in der Zukunft ausgeschlossen. Die Experten des Zertifikatejournals freuen sich stattdessen an skyfrei zu sehende Spiele, unter anderem an den verbleibenden Partien in der Champions League sowie der Fußball-Europameisterschaft.
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