Werner Sperber
Die Euro am Sonntag sieht einen Boden im Chart von Krones und stellt ein passendes Derivat vor. Die Platow Börse sieht ebenfalls einen Boden und rät zum Einstieg bei Infineon Technologies. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Euro am Sonntag erinnern an den derzeit übergeordneten Abwärtstrend des Aktienkurses von Krones. Bei Notierungen von weniger als 35 Euro trübt sich das Chartbild ein. Doch es zeichnet sich eine Bodenbildung ab. Wenn der Kurs die 38-Tagelinie überwindet, die derzeit bei 37,80 Euro verläuft, wird zudem ein Kaufsignal erzeugt. Das erste Kursziel beträgt 43 Euro. Für diesen Fall sollten risikobereite Anleger den am 19. Dezember 2012 fälligen Call-Optionsschein (WKN CK5 APD) der Commerzbank auf Krones im Depot haben. Der Schein ist mit einer Basis von 35 Euro und einem Hebel von derzeit 5,4 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Jens Castner, Verantwortlicher für das defensiv orientierte Musterportfolio, hat seine 5.000 WGF-Hypotheken-Anleihen (WKN A0J RUK) zum Einstandskurs von 100 Prozent getilgt bekommen. Als Gewinn bleiben die Zinszahlungen seit der Aufnahme im Februar 2008. Zudem hat Castner seine 100 Bonus-Zertifikate (WKN DZ3 CZX) auf die Allianz ausgebucht. Dafür hat er 60 Genussscheine (WKN 663 521) der Aareal Bank zu 103 Euro ausgenommen. Nun möchte er seinen 300 Anteilen am Acatis IfK Rentenfonds (WKN A0X 758) noch weitere 100 Stück zu höchstens 45 Euro hinzufügen.
Sven Parplies, Betreuer des Momentum-Musterdepot, hat seine 162 Anteile von Xing ausgebucht. Dafür hat er 797 Aktien von Seagate Technology zu 12,53 Euro sowie 32 Titel von Intuitive Surgical zu 320 Euro eingebucht. Nun möchte er seine 222 Papiere von SGL Carbon und seine 265 Anteile von Sandisk ausbuchen. Dafür möchte er Aktien von Fastenal und KLA-Tencor aufnehmen.
Die Platow Börse: Bei Infineon Technologies wird es ruhiger
Die Zahlen von Infineon Technologies für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2010/11 sind überzeugend. Die Experten der Platow Börse verweisen zwar auch auf die Prognose des Vorstandsvorsitzenden Peter Bauer, wonach der Umsatz im ersten Fiskal-Quartal 2011/12 wohl um zehn Prozent niedriger sein werde als ein Jahr zuvor. Die Nachfrage nach Chips soll vor allem in der Industrie, für PCs oder Kartenanwendungen nachlassen. Im gesamten Wirtschaftsjahr 2011/12 sollen die Erlöse um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag auf etwa 3,8 Milliarden Euro zurückgehen. Vorstandschef Bauer stärkt den Vertrieb indem Arunjai Mittal zum Vorstand wird. Die Aufspaltung des Segments "Industrial & Multimarket (Industrie- und Kommunikations-Chips)" soll zu größerer Kundennähe führen. Die Investitionen in den Ausbau der Fertigungsanlagen in Dresden und im malaysischen Kulim sollen sich ab dem Jahr 2014 auszahlen. Analysten schätzen, dass Infineon nach dem Verkauf der Sparte "Wireless" im Geschäftsjahr 2011/12 nur mehr 512 Millionen Euro verdient. Allerdings dürften auch die geschäftlichen Schwankungen abnehmen, die auch den Aktienkurs beeinträchtigt haben. Trotz eines KGV von 13 für das derzeit laufende Wirtschaftsjahr ist die Aktie kaufenswert, zumal sich der Bereich um fünf Euro als Unterstützung erwies. Der Stoppkurs sollte demnach bei 4,70 Euro gesetzt werden.
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