Börsenwelt Presseschau II: Impreglon und Sky Deutschland unter der Lupe
Das Stuttgarter Researchbüro glaubt an die Kraft von Impreglon, Neues zu schaffen und hält die Aktie für unterbewertet. Die Prior Börse vergleicht Sky Deutschland mit dem britischen Marktführer bei den Bezahlfernsehsendern, BskyB, und hat Freude an der Aktie.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Stuttgarter Researchbüros verweisen auf den Rekordumsatz in einem ersten Quartal von Impreglon. Das Unternehmen stellt Beschichtungen her und erlöste im Auftaktquartal dieses Jahres 20,8 Millionen Euro. Gründer und Vorstandsvorsitzender Henning Claassen sagte im Interview mit den Experten, der Grundstein für ein weiteres Rekordjahr sei gelegt. Neue Prozesse würden auch bei einer leicht schwächeren Konjunktur für zusätzlichen Umsatz sorgen. Übernahmekandidaten sucht der Konzernchef vor allem anhand zweier Kriterien aus: Region und Technologie. Wenn die Wirtschaftslage im zweiten Halbjahr zumindest gleich bleibt, bestätigt Claassen die Prognose für das Gesamtjahr 2012, wonach der Konzern 88 bis 90 Millionen Euro umsetzt. Das Ziel ist ein Wachstum von 15 bis 20 Prozent pro anno auch für die nächsten Jahre. Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research schätzt den Erlös auf 88,5 Millionen Euro und den Gewinn je Aktie in diesem Jahr auf 0,77 Euro und im nächsten auf 1,10 Euro. Der "faire Wert" betrage 14,50 Euro. Langfristig orientierte Anleger sollten die günstig bewertete Aktie des innovationsstarken Unternehmens kaufen.

Die Prior Börse: BskyB macht es Sky Deutschland vor
Der Aktienkurs von Sky Deutschland stieg seit Januar um annähernd 70 Prozent. Dafür war auch wichtig, dass der Bezahlfernsehsender Mitte April die Übertragungsrechte für vier Spielzeiten der Deutschen Fußball-Liga für 486 Millionen Euro pro Saison ersteigert hat. Zuletzt kostete die Bundesliga-Saison der Männer nur 250 Millionen Euro. Die Experten der Prior Börse erklären: Auf diesen Übertragungsrechten ruhen alle Hoffnungen, im kommenden Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen. Kürzlich vereinbarte Sky Deutschland mit den wichtigen Kabelnetzbetreibern Unitymedia und KabelBW die Durchleitung des Programms. Sky Deutschland verhandelt auch mit der Deutschen Telekom darüber, das Programm von Sky über das Internet verfügbar zu machen. Sky war dem Durchbruch auf dem deutschen Fernsehmarkt noch nie so nah wie heute. Sind erst einmal die hohen Fixkosten gedeckt, schlägt sich jedes zusätzliche Abonnement in der Bilanz nahezu komplett als Gewinn nieder. Der britische Marktführer BskyB zeigt mit seinen rund 11 Millionen zahlenden Kunden, wohin die Reise gehen kann. Mit einer Nettoumsatzrendite von 18 Prozent ist BskyB das profitabelste Medienunternehmen der Welt. Soweit ist es zwar noch nicht, aber Sky macht auch Fortschritte bei der wichtigen Kennziffer Umsatz pro Abonnent, die im Jahresvergleich um 1,19 Euro auf 31,76 Euro monatlich stieg. Die Zahl der Abonnenten, die mehr als 50 Euro ausgeben, hat sich sogar verdoppelt.
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