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Börsenwelt Presseschau II: Dürr sowie ThyssenKrupp und Salzgitter unter der Lupe

Werner Sperber

Die Platow Börse sieht fundamental und charttechnisch weiterhin "grüne Ampeln" für den Aktienkurs von Dürr. Focus Money wartet mit ThyssenKrupp und Salzgitter auf den Stahlboom. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse loben die starken Zahlen von Dürr für das Jahr 2011. Dabei hat der Anbieter von Lackieranlagen die Erwartungen deutlich übertroffen. Im laufenden Jahr dürfte das Unternehmen weiter wachsen, wenn auch etwas langsamer. Dank der guten Nachfrage aus der Automobilbranche dürften die Zahlen wieder hervorragend ausfallen. Das KGV beträgt nur 9. Charttechnisch sieht es ebenfalls gut aus, nachdem die Notierung das Hoch aus dem Jahr 2007 überschritten hat. Anleger sollten deshalb jetzt und gegebenenfalls bei 36,50 Euro einsteigen und den Stoppkurs bei 29,50 Euro setzen.

Focus Money: ThyssenKrupp und Salzgitter werden wieder stahlhart  

Die Gewinnspannen der Stahlproduzenten sind im vergangenen Jahr von den hohen Preisen für Kokskohle und Eisenerz belastet worden. Die Experten von Focus Money erklären: Das ist vorbei. Diese Preise gäben nach und Analysten würden auch mittelfristig von einem Anhalten dieses Trends ausgehen. Die Analysten der Royal Bank of Canada (RBC) schätzen, dass der Preis für eine Tonne Kohle von 289 Dollar im vergangenen um 23 Prozent auf 224 Dollar sinken wird und im Jahr 2013 um weitere 20 Prozent auf 180 Dollar. Für Eisenerz schätzen die RBC-Analysten den Rückgang von 162 Dollar im vergangenen Jahr auf 14 Prozent und 140 Dollar in diesem Jahr und um weitere 27 Prozent auf 102 Dollar im nächsten Jahr. Zudem führen die Experten sinkende Kapazitäten der Stahlkonzerne an, um künftig steigende Aktienkurse zu rechtfertigen. Da auch die Konjunkturaussichten sich bessern, ziehen die Stahlpreise in den USA bereits wieder an. Allerdings drücken kostengünstiger produzierende Konkurrenten aus Asien die Stahlpreise. Zudem erhöhte die chinesische Regierung die Zinsen, was Hypotheken verteuerte und den Bauboom beendete - zunächst. Dadurch sank auch die Nachfrage nach Stahl. Bei ThyssenKrupp belasten auch hausgemachte Probleme: Abschreibungen auf das Geschäft in Amerika, ein Baudesaster beim neuen Werk in Brasilien und die Schulden von 3,6 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender Heinrich Hiesinger möchte deshalb das brasilianische Werk sowie die Edelstahlsparte Innoxum abgeben. Bastian Synagowitz, Analyst der Deutschen Bank, geht davon aus, dass ThyssenKrupp die Probleme löst und gibt sein Kursziel mit 29 Euro an. Die Analysten von Nomura halten die Aktie von Salzgitter für die günstigste im gesamten Sektor. Selbst bei einem Wirtschaftsabschwung dürften sich die Ergebnisse verbessern, da Salzgitter spart. Zudem besitzt der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern eine halbe Milliarde Euro an flüssigen Mitteln netto. Historisch betrachtet würden Stahlaktien am besten vor einem Anstieg der Stahlpreise abschneiden - nicht danach. Deshalb sollten Anleger die Aktie von ThyssenKrupp mit einem Stoppkurs bei 15 Euro und die von Salzgitter mit einem Stopp-Loss bei 35 Euro kaufen.

Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:

Im Musterportfolio der GBC AG im Börsenspiel von Focus Money sind die 15.000 Anteile von 7Days Music Entertainment mit einem Verlust von 36 Prozent zu 0,63 Euro ausgestoppt worden. Der Depotverantwortliche Manuel Hölzle hat dafür seinen 700 Aktien von Cytotools 300 weitere zu 13,39 Euro hinzugefügt und damit den Misch-Einstandskurs für die nun 1.000 Papiere auf 13,74 Euro gesenkt. Nun möchte er seine 13 Anleihen (WKN A1E 85T) der Centrosolar Group zu einem Kurs von mindestens 50 Prozent ausbuchen und dafür 1.000 Titel von Grammer zu höchstens 15 Euro einbuchen.

Gerhard Martin, zuständig für das Musterdepot der DAB Bank, hat 200 seiner zuvor 400 Anteile von Lanxess mit einem Verlust von zwei Prozent zu 48,50 Euro ausgebucht. Dafür hat er seinen 35 Aktien von Apple 15 weitere zu 323,01 Euro hinzugefügt und dabei den Misch-Einstandskurs der nun 50 Papiere auf 315,97 Euro erhöht.

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