Börsenwelt Presseschau II: Die Schuler AG und Sky Deutschland unter der Lupe
Die Euro am Sonntag sieht die Übernahme-Kursfantasie für die Aktie der Schuler AG als noch nicht ausgereizt an und möchte das mit einem Derivat nutzen. TradeCentre möchte mit den Anteilen von Sky Deutschland in den Kurshimmel. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Petra Maier, Expertin der Euro am Sonntag, erinnert daran, dass die Familie Schuler-Voith die nachfolge in dem von ihr gegründeten Unternehmen Schuler AG mit einem Verkauf regeln möchte. Dazu hat die Familie die 38,5 Prozent der Aktien an dem Konzern für Umformtechnik zu 20 Euro pro Anteil an das österreichische Technologieunternehmen Andritz verkauft. Auch die Süddeutsche Beteiligungsgesellschaft und die Kreissparkasse Biberach trennten sich von ihren 12,5 Prozent beziehungsweise 6,2 Prozent Anteilen an der Schuler AG. Mittlerweile hat Andritz Zugriff auf 63,5 Prozent an der Schuler AG. Holger Schmidt, Analyst von Equinet, setzt das Kursziel allerdings auf 26 Euro fest und rät Anlegern dazu, ihre Papiere zu halten. Wer auf ein höheres Angebot von Andritz spekulieren möchte, sollte den am 12. Dezember 2012 fälligen Call-Optionsschein (WKN LS3 MJR) von Lang & Schwarz auf die Aktie der Schuler AG kaufen. Der Schein ist mit einer Basis und einer Totalverlust-Schwelle von 18 Euro sowie einem Hebel von derzeit 6,9 ausgestattet.
Änderungen in Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat seine 1.120 Anteile von Drillisch wohl mit Verlust ausgebucht. Zudem sind die 3.225 Aktien von Nanofocus mit einem Gewinn von vier Prozent zu 3,20 Euro ausgestoppt worden sowie die 260 Titel von Amadeus Fire mit einem Verlust von 18 Prozent zu 30,30 Euro und die 500 Papiere von Euromicron mit einem Minus von elf Prozent zu 18 Euro. Dafür möchte er 5.380 Anteile der Hellenic Telecom OTE einbuchen (Stoppkurs bei einem Euro), 875 Aktien von Celesio (Stoppkurs bei 9,85 Euro), 1.070 Titel von MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG und 625 Papiere der PSI AG für Produkte und Systeme der Informationstechnologie (Stoppkurs bei 13,50 Euro).
Sven Parplies, Betreuer des Momentum-Musterdepots, hat 198 Anteile von Ross Stores zu 49,38 Euro eingebucht und bucht sie nun wohl mit einem kleinen Gewinn wieder aus. Dafür möchte er Papiere von Ebay und Sky Deutschland aufnehmen.

TradeCentre: Sky Deutschland ist tapfer
Die Experten von TradeCentre glauben, das Management von Sky Deutschland gehe derzeit volles Risiko. Der Aktienkurs hat sich angesichts des schwachen Marktumfeldes in den vergangenen Wochen sehr tapfer geschlagen. Insgeheim nimmt sich der Vorstand des deutschen Bezahlfernsehsenders wohl den US-Pay-TV-Konzern HBO zum Vorbild, der weltweit 93 Millionen zahlende Kunden ausweist. Ein großer Teil des Erfolges geht auf selbst produzierte Serien wie "King of Thrones" zurück. Das Handelsblatt berichtet, Sky Deutschland möchte seinen offiziell etwas mehr als drei Millionen Kunden ebenfalls exklusiv selbst produzierte Serien und Filme anbieten. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, denn sogenannte Serienjunkies verpassen keine Folge. Solche Serien-Besessene würden es dem Management ermöglichen, eine größere Stammkundschaft aufzubauen.
Änderung im Realdepot des TradeCentre:
Die Verantwortlichen für das Real-Musterportfolio möchten 300 Anteile von Lanxess zu höchstens 46,10 Euro kaufen.
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