Börsenwelt Presseschau II: Aurubis und E.on unter der Lupe
Fuchs Kapitalanlagen erkennt goldene Aussichten für die Kupferhütte Aurubis. Die Prior Börse findet kurz- und langfristige Gründe, um die Aktie von E.on zu erwerben. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen verweisen darauf, dass Aurubis der weltgrößte Kupfer-Wiederverwertungsbetrieb ist und die Nummer 2 der Kupfer-Produzenten. Kupfer und Kupferlegierungen, wie Messing, werden für viele Anwendungen benötigt. Bauwirtschaft, Autohersteller, Elektronikindustrie und viele weitere Branchen verarbeiten das Buntmetall in großen Mengen. Wegen der fortschreitenden Industrialisierung in den Schwellenländern steigt die Nachfrage beständig an. Allerdings schwankte der Kupferpreis jüngst stark. Der Vorstand möchte den Konzern beständig wachsen lassen und nun verstärkt in Asien und Südamerika expandieren. Dabei soll der Rohertrag um durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr steigen. Die Zahlen für das erste Quartal des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres 2011/12 sind deutlich besser als von Analysten geschätzt. Allerdings enthielten die Daten zahlreiche positive Sondereffekte, sodass diese Ergebnisse nicht einfach auf das gesamte Wirtschaftsjahr hochgerechnet werden können. Das KGV für das nächste Fiskaljahr wird auf lediglich 10 geschätzt, was weiteres Kurspotenzial eröffnet. Anleger sollten die Aktie deshalb mit einem Kursziel von 53,75 Euro und einem Stopp-Loss bei 37,40 Euro kaufen.

Die Prior Börse: Viele Kaufgründe für E.on
Finanzkrise, Rezession, Schuldenkrise, Brennelementesteuer und der angekündigte Atomausstieg in Deutschland haben den Strom- und Gas-Konzern E.on in den vergangenen Jahren belastet und den Aktienkurs einbrechen lassen. Abschreibungen von drei Milliarden Euro aufgrund des schwachen Geschäftsverlaufs in Spanien, Italien, der Slowakischen Republik und Mitteleuropa, politisch-regulatorischer Eingriffe sowie eine geringe Auslastung der Gas- und Kohlekraftwerke in Südeuropa sind die aktuellen Probleme. Diese Schwierigkeiten sind nach Ansicht der Experten der Prior Börse allerdings allseits bekannt und im Aktienkurs verarbeitet. Trotz der Schwierigkeiten erwirtschaftete E.on im vergangenen Jahr wohl ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 9,1 bis 9,3 Milliarden Euro und verdiente 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro. Mittelfristig besteht Erholungspotential, denn die Bewertung der Anteile ist mittlerweile absurd niedrig: Das KUV beträgt 0,35 und die Aktie kostet fast 20 Prozent weniger als der Buchwert. Kommt die Konjunktur wieder in Fahrt, dürfte auch das den Aktienkurs antreiben. Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen möchte nach der Hauptversammlung am 3. Mai einen Euro je Aktie ausschütten, was einer Dividendenrendite von 5,9 Prozent entspräche. Teyssen startete das Spar-, Streich- und Effizienzprogramm "E.on 2.0" und möchte durch Firmenverkäufe bis zum nächsten Jahr 15 Milliarden Euro einnehmen und damit Schulden zurückzahlen. Charttechnisch hat sich bei 16 Euro eine solide Unterstützung gebildet. Es gibt also genügend kurzfristig und langfristig wirkende Gründe, die den Geschäftsverlauf und damit den Aktienkurs positiv beeinflussen dürften. Langfristig orientierte Anleger sollten deshalb einsteigen.
Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Prior-Musterportfolio haben ihre 700 Anteile von I:FAO mit einem Verlust von 22 Prozent zu 10,87 Euro ausgebucht und durch 400 Aktien von ISRA Vision zu 18,60 Euro ersetzt. Nun möchten sie sich noch von ihren 230 Titeln von Xing wohl mit einem Minus trennen und dafür 1.000 Papiere der Dr. Hönle AG einbuchen.
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