Werner Sperber
Die Prior Börse erklärt, Augusta Technologie konzentriert sich auf das Wesentliche und das ist gut so. Platow Derivate verweist auf die erneut turbulente Marktphase, die bei Finanzwerten wie der Allianz tendenziell zu Kursabschlägen führen. Ein passendes Derivat verspricht Gewinne. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse erinnern daran, dass Augusta Technologie die Sparte "Sensor" für mehr als 60 Millionen Euro an First Sensor verkauft hat und sich auf das zuletzt doppelt so profitable Geschäftsfeld "Digitale Bildverarbeitung" konzentriert. Der Schritt hat Sinn. Die nun vorhandene Netto-Liquidität von schätzungsweise 40 Millionen Euro möchte Vorstandsvorsitzender Amnon Harman zumindest teilweise für Firmenkäufe nutzen. So soll Augusta zum "weltweit führenden Unternehmen mit Vision Technologien" werden. Die Geschäfte laufen derzeit rund, wie die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres belegen. Nach dem "Sensor"-Verkauf sind die Umsatz-Ziele natürlich gesenkt worden. Die Aktie scheint günstig bewertet und der Kurs dürfte den langjährigen Aufwärtstrend fortsetzen.
Platow Derivate: Hoffentlich Allianz short-gesichert
Die Anleger haben Angst vor der Schuldenkrise und einer schwächeren Konjunktur. Deshalb flüchten sie nach Angaben der Experten von Platow Derivate aus allem, was auch nur ansatzweise mit Risiko behaftet scheint. Auf der anderen Seite kann eine einzige politische Entscheidung auch schnell zu einem Richtungswechsel an den Börsen führen. Bei der Allianz ist derzeit ein Short-Engagement aussichtsreich. Nach dem Kursrückgang im August erholte sich die Notierung zwischenzeitlich, befindet sich nun aber wieder im Abwärtstrend. In den vergangenen Tagen erreichte der Kurs neue relative Tiefs. Da die Märkte nach dem deutlichen Einbruch durchaus Chancen auf eine kurzfristige Erholung haben und sich bei 65 Euro auch eine kleine Unterstützung befindet, sollten Short-Anleger auf ein Abstauber-Limit bei 71,20 Euro spekulieren. Dann sollten sie das endlos laufende Short-Zertifikate (WKN VT2 LQP) der Bank Vontobel auf die Allianz zu maximal 4,70 Euro kaufen. Das Kursziel beträgt etwa 56 Euro, dort liegt das Jahrestief der Allianz-Aktie. Der Stoppkurs sollte bei 78 Euro für die Aktie beziehungsweise 1,05 Euro beim Zertifikat gesetzt werden. Der Schein ist mit einer Basis bei 88,42 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 85,89 Euro und einem Hebel von derzeit 2,6 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:
Im Derivate-Musterportfolio sind die 400 Call-Optionsscheine (WKN DE2 49B) auf Dialog Semiconductor mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen weitere 140 Long-Zertifikate (WKN SG1 Z88) auf das Währungspaar Britisches Pfund/US-Dollar zu 13,70 Euro eingebucht. Der durchschnittliche Einstandskurs für die nun 250 Scheine sank von 14,50 auf 14,05 Euro. Zudem sind 420 Long-Zertifikate (WKN BC1 XAC) auf den Nasdaq 100 zum Mischkurs von 4,85 Euro aufgenommen worden. Nun sollen noch 2.250 Call-Optionsscheine (WKN DE1 1Y0) auf BMW-Stammaktien ab einem Kurs von 0,82 Euro (Stoppkurs bei 0,59 Euro) eingebucht werden sowie 190 Long-Zertifikate (WKN BC1 S2K) auf das Währungspaar Euro/Neuseeländischer Dollar zu höchstens 14 Euro (Stoppkurs bei 9,85 Euro) und 1.100 Short-Zertifikate (WKN VT2 LQP) auf die Allianz zu maximal 4,70 Euro (Stoppkurs bei 1,05 Euro).
Die Verantwortlichen für das Alpha-Turbo-Musterdepot haben ihre 3.300 Alpha-Turbo-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SMU) auf das Paar Fielmann/DAX mit einem Verlust ausgebucht. Damit ist die Spekulation auf eine bessere Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index nicht aufgegangen. Dafür haben die Verantwortlichen 1.150 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 TBD) auf das Paar United Internet/DAX zu 1,51 Euro aufgenommen (Stoppkurs bei 0,77 Euro) sowie 1.800 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 SJ2) auf das Paar ThyssenKrupp/DAX zu 3,59 (Stoppkurs bei 2,85 Euro) und 2.500 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QNE) auf das Paar BilfingerBerger/DAX zu 2,12 Euro (Stoppkurs bei 1,60 Euro).
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.