Werner Sperber
Fuchs Kapitalanlagen möchte mit Adidas zu den Gewinnern der Fußball-EM zählen. Die Prior Börse lobt den Schritt von K+S nach Saskatchewan als Quantensprung. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen erklären: Die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele im nächsten Jahr bieten nicht nur eine perfekte Werbeplattform für Sportartikel-Firmen, sie erfordern auch hohe Investitionen dieser Unternehmen. Insofern eignen sich diese Wettkämpfe nach Ansicht der Experten von Fuchs Kapitalanlagen vor allem für die großen Konzerne. Adidas und das US-Unternehmen Nike dominieren die Branche und sie stärkten ihre Vormachtstellung durch die Konsolidierung der vergangenen Jahre. Im Jahr 2006 kaufte Adidas den US-Sportartikelhersteller Reebok für knapp drei Milliarden Euro. Ein Jahr später erwarb Nike die britische Firma Umbro. Adidas wird nach Angaben der Börsenbrief-Redakteure klar ein Gewinner der EM sein. Adidas liefert die offiziellen Bälle und rüstet mit Deutschland und Spanien auch zwei Titelaspiranten aus. Insgesamt ist Adidas bei der EM deutlich präsenter als Nike. Die Adidas-Tochterfirma Reebok startet im nächsten Jahr eine der teuersten Werbekampagnen der Unternehmensgeschichte, um den Marktanteil in den USA innerhalb der nächsten zwei Jahre auf 5,5 Prozent zu verdoppeln. Im Gesamtkonzern von Adidas mit den Marken Reebok und Taylormade lief das Geschäft bereits in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres gut. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um elf Prozent und der Gewinn je Aktie erhöhte sich um 16 Prozent auf 3,12 Euro. Der Vorstand erwartet für das nächste Jahr einen Zuwachs beim Erlös im mittleren einstelligen Prozentbereich und beim Gewinn um zehn bis 15 Prozent. Dazu sollen alle Marken beitragen. Das KGV für 2012 beliefe sich demnach auf 13, was viel zu niedrig ist. Charttechnisch verläuft zudem bei 44 Euro eine starke Unterstützungslinie. Das Kursziel beträgt 64,48 Euro und der Stoppkurs sollte bei 44 Euro gesetzt werden.
Die Prior Börse: K+S vor dem Quantensprung
K+S plant, rund 2,4 Milliarden Euro in die Erschließung einer Lagerstätte für Kalium-Chlorid in der kanadischen Provinz Saskatchewan zu investieren. Die gesamte Branche profitiert vom Wachstum der Weltbevölkerung. Der dadurch ausgelöste Agrarboom treibt auch die Preise für Düngemittel, wie Kali, nach oben. Aber auch in der Industrie findet Kali Verwendung, beispielsweise bei der Elektrolyse. Die Experten der Prior Börse urteilen darüber: Der einzige Bergbaukonzern im DAX steht vor einem Quantensprung. K+S möchte bereits in vier Jahren und auf eine Dauer von 55 Jahren mit der Förderung beginnen. Der Gehalt an Kali liegt mit etwa 18 Prozent deutlich höher als in deutschen Lagerstätten. Das Kali wird in Wasser gelöst und aus etwa 1.500 Metern Tiefe an die Oberfläche gepumpt. In rund zehn Jahren soll der Jahresausstoß auf nahezu drei Millionen Tonnen pro anno erhöht werden. Bis zum Jahr 2033 soll die Kapazität bis auf vier Millionen Tonnen steigen. Derzeit produziert der Konzern insgesamt knapp sechs Millionen Tonnen Kali pro Jahr. Mit einem KGV von 10 für das Jahr 2012 ist die Aktie günstig bewertet. Langfristig orientierte Anleger sollten einsteigen.
Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio möchten ihre 14.000 Anteile von Q-Cells wohl mit deutlichem Verlust ausbuchen und dafür 500 Aktien von STADA aufnehmen.
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.