Werner Sperber
Die Prior Börse rät zum Schnäppchenkauf bei Wacker Chemie. Das Traders-Journal ist bezüglich der Aktie der Deutschen Bank skeptisch.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse formulieren: In wirtschaftlich "normalen" Zeiten verdient Wacker Chemie fast eine halbe Milliarde Euro. Das war zuletzt in den Jahren 2008 und 2010 so. Seit Mai sank der Aktienkurs jedoch zwischenzeitlich um 60 Prozent und der Spezialchemie-Konzern kostet nur mehr 3,5 Milliarden Euro an der Börse. So gesehen würde sich das KGV auf lediglich 7 belaufen. Derzeit gibt es allerdings auch einige Belastungsfaktoren: Die Branche ist extrem zyklisch. Die Halbleiter- und Solar-Industrie fragen weniger der Silizium-Produkte nach und die Rohstoffpreise sind hoch. Zudem fielen Anlaufkosten für eine neue Fabrik in Sachsen an. Daher senkte Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Staudigl die Prognose für das laufende Jahr etwas. Diese Probleme sollten realistisch gesehen werden. Wenn es im laufenden Jahr kein Wachstum gibt, ist das auch in Ordnung. Vor diesem Hintergrund haben die Börse und einige Analysten, die zum Verkauf raten, völlig überreagiert. Denn nach wie vor ist die Bilanz von Wacker Chemie solide und das Unternehmen profitabel. Auf dem derart niedrigen Kursniveau sollten Anleger nun kaufen, wie es bereits die Insider zwischen Anfang August und Ende Oktober im großen Stil getan haben.
Traders-Journal: Die Deutsche Bank bleibt unter Druck
Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist am 12. September auf das Tief bei 20,78 Euro gesunken. Zwischenzeitlich erholte sich die Notierung bis auf 33,86 Euro. Nach Angaben der Experten von Traders-Journal zeigen die charttechnischen Formationen eines sogenannten Evening Doji Star (zwischen dem 27. und 31. Oktober gebildet) sowie eines Insel-Gaps (zwischen 29,45 und 30,03 Euro) das Ende dieser Erholung an. Zudem prallte der Kurs am Widerstandsbereich zwischen 32,63 und 32,97 Euro ab. Die Notierung könnte demnach noch einmal bis auf 20,78 Euro sinken. Wenn der Kurs sogar diese Unterstützungslinie unterschreitet, könnte er bis auf 15,38 Euro zurückgehen. Sollte die Notierung allerdings auf mehr als 30,03 Euro steigen, dann könnte erneut der Widerstandsbereich zwischen 32,63 und 32,97 Euro angegangen werden.
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