Werner Sperber
Der Effecten-Spiegel setzt auf die Trendwende bei Wacker Chemie. Die Prior Börse beschäftigt sich mit Volkswagen, der Allianz und der Munich Re. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Effecten-Spiegels verweisen auf sinkende Subventionen für Solarenergie, sinkende Silikon-Preise und abgesenkte Prognosen des Vorstands von Wacker Chemie. Als erste Konsequenzen aus der rückläufigen Nachfrage schließt die Tochterfirma Siltronic Mitte des Jahres den Standort im japanischen Hikari und verlegt die Produktion nach Singapur und Portland. Das kostet 70 Millionen Euro, wovon 45 Millionen Euro liquiditätswirksam sind. Das wiederum ist der Grund für die erneut abgesenkten Jahresziele. Die Experten verweisen aber auch darauf, dass der Konzern nicht nur Zuliefer-Betrieb für die Solarindustrie ist, sondern auch exklusives Zuliefer-Unternehmen für Hochtechnologie-Firmen, die Halbleiterindustrie oder den Bausektor. Zudem ist Wacker Chemie innovativ und bilanzstark. Nachdem für das Jahr 2010 eine Dividende von 3,20 Euro ausgezahlt worden ist, schätzen Analysten die Ausschüttung für 2011 auf 2,85 Euro, was einer Rendite von stattlichen 4,2 Prozent entspräche. Wacker Chemie dürfte zudem die aktuelle wirtschaftliche Delle problemlos wieder auszubügeln. Das Kurspotenzial beträgt 90 Euro
Änderungen im Musterdepot des Effecten-Spiegels:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 100 Call-Optionsscheine (WKN DB3 5BS) auf den DAX sowie 500 Anteile der Bauer AG aufnehmen.

Die Prior Börse: Die Kurse von VW, Allianz und Munich Re steigen weiter
Die Vorzugsaktien von Volkswagen, die Aktien der Allianz und die Titel der Münchener Rückversicherung werden derzeit jeweils mit einem günstigen KGV von 7 für das laufende Jahr bewertet. Die Experten der Prior Börse haben dennoch einen einzigen Grund zur Klage: Die bayrische Traditions-Assekuranz Münchener Rück ist tatsächlich in Munich Re umbenannt worden. Lobend stellen sie fest: Alle drei Titel sind Blue Chips zum Schnäppchenpreis. Die Allianz ist Europas führender Erstversicherer, Volkswagen ist der größte Autohersteller Europas und die Munich Re der größte Rückversicherer der Welt. Ein Einstieg lohnt schon alleine aufgrund der Dividende: Bei Volkswagen dürfte die entsprechende Rendite drei Prozent betragen, bei der Allianz vier Prozent und bei der Munich Re sechs Prozent. Bei einem im Prinzip kerngesunden Unternehmen ist es ein Zeichen einer deutlichen Unterbewertung, wenn der Börsenwert niedriger ist als das Eigenkapital. Die Allianz kostet derzeit 36 Milliarden Euro an der Börse, während das ausgewiesene Eigenkapital 44 Milliarden Euro beträgt. Bei der Munich Re liegt die Marktkapitalisierung bei 13 Milliarden Euro, der Buchwert allerdings bei 22 Milliarden Euro. Alle drei Unternehmen legen in den nächsten Wochen ihre Jahresbilanz vor. Dabei stellen die Vorstände in der Regel auch konkrete Jahresprognosen vor. Die Experten schätzen, dass alle drei Konzerne in diesem Jahr mehr verdienen werden als im Jahr 2011, wodurch weiter steigende Kurse programmiert sind. Charttechnisch befinden sich alle drei Notierungen seit September in einem Aufwärtstrend.
Änderungen in den Musterdepots der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio haben ihre 560 Anteile von RWE mit einem Verlust von elf Prozent zu 26,99 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 900 Aktien von Centrotherm Photovoltaics zu 12,73 Euro sowie 350 Titel von Leoni zu 33,29 Euro aufgenommen.
Änderung im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 433 Long-Zertifikate (WKN DZ7 275) auf das Währungspaar Euro/Japanischer Yen zu 6,08 Euro aufgenommen und den Stoppkurs mittlerweile von vier auf 6,18 Euro angehoben.
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