Börsenwelt Presseschau I: SMT Scharf und die Deutsche Post unter der Lupe.
Der Effecten-Spiegel ist noch immer scharf auf die Aktien von SMT Scharf. Die Platow Börse sieht einen Boden im Chartbild der Deutschen Post.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Effecten-Spiegels erklären: Das Geschäft von SMT Scharf läuft nach wie vor blendend. Dennoch steht die Aktie des Weltmarktführers für entgleisungssichere Bahnsysteme mit einem Anteil von 39 Prozent seit Beginn des Jahres massiv unter Druck. Zu Unrecht. Anhand des Auftragsbestandes, der zum 31. März 43,9 Millionen Euro betragen und damit 13,4 Prozent höher gelegen ist als ein Jahr zuvor, lässt sich die anhaltende Nachfrage nach den Produkten von SMT Scharf ablesen. Das Unternehmen erhielt erstmals Aufträge für Zahnradschienenflurbahnen an Land aus China, was Folgeaufträge in den kommenden Jahren bedeuten könnte. Die Ausschüttung wurde von 0,85 auf 0,95 Euro je Anteil erhöht, was einer Dividendenrendite von 4,9 Prozent entspricht. Die Eigenkapital-Quote beträgt 54 Prozent und das Eigenkapital 43,8 Millionen Euro, was mehr als der Hälfte des Börsenwertes von rund 85,5 Millionen Euro gleichkommt. Zwar gehen Branchenexperten für das nächste Jahr von einer etwas geringeren Investitionsneigung der Minenbetreiber aus, doch die mittelfristig guten Aussichten für SMT Scharf bleiben bestehen. Die Analysten von Equinet raten zum Kauf mit einem Kursziel von 32 Euro und den Experten der Börsenpublikation zufolge reicht das Kurspotenzial bis 26 Euro.

Die Platow Börse: Die Deutsche Post stabilisiert sich schon wieder
Der Vorstand der Deutschen Post erkennt viel Auslegungsspielraum, was die deutschen und europäischen Gesetze zur Umsatzsteuer angeht. Das Finanzamt sieht das nicht und deshalb muss das Unternehmen für die Jahre 1998 bis 2010 Umsatzsteuer in Höhe von 516 Millionen Euro nachzahlen. Das Management nimmt diesen Bescheid an, der das EBIT im zweiten Quartal lediglich mit 180 Millionen Euro belastet, weil der Vorstand zuvor bereits Rückstellungen gebildet hatte. Die Prognose für das Gesamtjahr von einem EBIT von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro bleibt bestehen. Dass die Europäische Kommission von der Deutschen Post Geld für ihrer Ansicht nach zu Unrecht erhaltene Beihilfen verlangt, passt weder dem Konzern noch der Bundesregierung. Beide haben Klage gegen diese schwebende Nachforderung eingereicht, welche die Bundesregierung auf 298 Millionen Euro schätzt. Die Experten der Platow Börse verweisen unterdessen auf einen sich seit Wochenanfang stabilisierenden Aktienkurs, weshalb Anleger die Aktie bis zu Notierungen von 13,40 Euro kaufen und ihr Engagement mit einem Stoppkurs bei elf Euro absichern sollten.
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