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Börsenwelt Presseschau I: K+S und Metro unter der Lupe

Werner Sperber

Der Effecten-Spiegel hält die Aktie von K+S für die ideale Anlage für langfristig orientierte Investoren. Die Prior Börse geht davon aus, dass bei Metro erheblich weniger heiß gegessen als von Vorstandsvorsitzendem Koch gekocht wird. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.

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Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Effecten-Spiegels erinnern an die schwachen Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres von K+S und die Angst der Anleger vor Überkapazitäten bei Düngemitteln. Das hat den Aktienkurs belastet. Allerdings ist bei den langfristig guten Aussichten für den Düngemittel- und Salz-Konzern alles gleichgeblieben. Daher sollten die Aktien auf dem aktuell günstigen Niveau unbedingt gekauft werden. Das Kurspotenzial reicht bis 47 Euro. Aufgrund des milden Winters verkaufte K+S im Auftaktquartal 2012 nicht das ganze Auftausalz und auch das gute Geschäft mit Düngemitteln konnte diesen Ausfall nicht ausgleichen. Die Bilanz des weltweit viertgrößten Produzenten von Kalidünger ist allerdings nach wie vor grundsolide. Die Nettoverschuldung sank vom Jahresende 2011 zum 31. März 2012 um 18,4 Prozent auf rund 593 Millionen Euro. Zudem investiert K+S in die Zukunft. Das Unternehmen steckt insgesamt etwa 2,4 Milliarden Euro in das kanadische Kaliprojekt "Legacy". Insgesamt erwartet der Vorstand für das laufende Jahr einen stabilen Umsatz und einen moderaten Rückgang des Betriebsergebnisses und des bereinigten Gewinns. Fakt ist, dass die steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln den Bedarf an Dünger weiter hoch halten wird. Das KGV für das nächste Jahr beträgt nur mehr 10 und der Kurs hat sich jüngst bereits erholt. Die Analysten des Bankhauses Lampe raten ebenfalls zum Kauf und geben das Kursziel mit 43 Euro an.


Die Prior Börse: Metro kostet "absurd" wenig

Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender von Metro, hat im März 20.000 Aktien von Metro zu knapp 30 Euro und im Mai 15.000 Anteile zu 24,55 Euro gekauft. Er hat also insgesamt 968.000 Euro für die Titel seines Unternehmens ausgegeben und scheint deshalb vom künftigen Erfolg des Handelsunternehmens überzeugt zu sein. In dieser Woche erklärte er allerdings in einem Interview, die Euro-Krise hätte den Deutschen die Kauflust verdorben, was deutliche Auswirkungen auf das Brot- und Buttergeschäft von Metro haben werde. Die Aktie könnte sogar aus dem DAX absteigen. Daraufhin sank der Aktienkurs deutlich. Die Experten der Prior Börse halten das für übertrieben, schließlich kostete die Aktie in den vergangenen zehn Jahren nur dreimal für kurze Zeit weniger als 20 Euro. Anleger sollten deshalb jetzt die Stammaktie kaufen, auch wenn es viele Probleme gibt: Die Internet-Strategie wird nur zögerlich umgesetzt. Metro hat es bislang nicht geschafft, die Tochterfirma Galeria Kaufhof zu verkaufen. Bei der Tochterfirma Media-Saturn streiten sich die Minderheitsgesellschafter und das Management von Metro. Wenn der Kurs weiter sinken sollte, könnten die Großaktionärsfamilien Haniel und Schmidt-Ruthenbeck, welche insgesamt 50 Prozent der Aktien halten, und Unternehmensgründer Otto Beisheim, der zehn Prozent besitzt, den Konzern unter sich aufteilen.

Änderungen in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das kurzfristig orientierte Musterportfolio haben ihre 200 Anteile von Verisign mit einem Gewinn von 13 Prozent zu 43,53 Dollar ausgebucht und dafür drei Partizipationsscheine von Lindt & Sprüngli zu 2.524,73 Euro eingebucht.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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