Börsenwelt Presseschau I: Hannover Rück und Nordex unter der Lupe
Platow Derivate nimmt allen Mut zusammen und spekuliert mit einem Zertifikat auf steigende Notierungen der Hannover Rückversicherung. Die Actien-Börse erkennt die Probleme von Nordex und setzt dennoch auf Kursgewinne. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate zitieren aus dem Haus Hannover Rückversicherung, wonach dem weltweit drittgrößten Rückversicherungskonzern im Zusammenhang mit dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" Kosten im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich entstehen. Da die Anleger derzeit allerdings allgemein risikofreudiger handeln, stieg der Aktienkurs des Unternehmens auf ein Jahreshoch und überwand dabei auch den Widerstand bei 39,50 Euro. Dabei sorgte die Nachricht für Unterstützung, wonach auch die Hannover Rück die Prämien für Sachversicherungen erhöhen könnte. Vor diesem Hintergrund dürfte die Notierung bis zum Zwölf-Monats-Hoch bei 43,50 Euro zulegen. Insgesamt gibt es derzeit mehr Anzeichen für steigende, denn für sinkende Kurse. Deshalb sollten Anleger darauf spekulieren, dass die Aktie das Ausbruchs-Niveau bei 39,50 Euro noch einmal testet. Dann sollten sie bei rund 39,30 Euro das endlos laufende Long-Zertifikat (WKN VT3 QD6) der Bank Vontobel auf die Hannover Rück kaufen und bei 37,50 Euro absichern. Für das Zertifikat bedeutet das, der Einstieg sollte zu höchstens 0,52 Euro erfolgen und der Stoppkurs bei 0,33 Euro gesetzt werden. Der Schein ist mit einer Basis bei 34,25 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 35,19 Euro und einem Hebel bei 5,7 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:
Im Derivate Musterportfolio sind die 130 Long-Zertifikate (WKN AA2 T10) auf Silber mit Gewinn und die 1.700 Put-Optionsscheine (WKN BP1 G8W) auf den DAX mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür möchten die Verantwortlichen nun 1.700 Long-Zertifikate (WKN VT3 QD6) auf die Hannover Rückversicherung AG zu höchstens 0,52 Euro aufnehmen und bei 0,33 Euro absichern sowie 450 Short-Zertifikate (WKN CG6 KN9) auf Linde ab einem Kurs von zwei Euro einbuchen und den Stoppkurs bei 1,45 Euro setzen.
Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 3.300 Alpha-Turbo-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SJT) auf das Paar Linde/DAX mit Gewinn ausgestoppt worden. Damit ist die Spekulation auf eine bessere Entwicklung der Aktie im Vergleich zum Index aufgegangen. Die Verantwortlichen haben 575 Papiere und damit die Hälfte des Bestandes an Alpha-Long-Zertifikaten (WKN DZ2 TBD) auf das Paar United Internet/DAX mit Verlust ausgebucht. Auch bei den Alpha-Short-Zertifikaten (WKN DZ2 SJ2) auf das Paar ThyssenKrupp/DAX haben sie die Hälfte, also 900 Stück, mit einem Minus ausgebucht. Dafür haben sie 4.100 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 S57) auf das Paar MDAX/DAX zu 0,76 Euro aufgenommen und bei 0,49 Euro abgesichert.

Die Actien-Börse: Nordex hat Rückenwind mit seitlichen Böen
Falls Nordex den derzeitigen Auftragsbestand zu den kalkulierten Kosten abarbeiten kann, verdoppelt sich der Gewinn im Jahr 2013 knapp. Die Experten der Actien-Börse schätzen das Ergebnis je Aktie für das vergangene Jahr auf minus 0,26 Euro und für das nächste Jahr auf plus 0,30 bis 0,35 Euro. Allerdings erklären sie auch, es sei allgemein schwierig, Umsatz- und Ertragsentwicklung in der Windkraft-Branche einzuschätzen. Aufträge seien zwar genügend vorhanden, allerdings gebe es Probleme bei der Finanzierung, der Kalkulation und der technologischen Umsetzung. Aus diesem Grund ist Nordex auch ständig auf neue Kredite angewiesen. Doch wenn alles klappt, verdoppelt sich eben der Gewinn und deshalb ist die Aktie mit einem Kursziel von zunächst 6,50 Euro kaufenswert.
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