Börsenwelt Presseschau I: Grammer und KUKA unter der Lupe.
Die Platow Börse sieht Grammer beim neuen Kursrennen ganz vorne an der Startlinie. Der Effecten-Spiegel erkennt bei KUKA mehr Wachstum als die Anleger bislang wahrhaben wollen.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse verweisen auf die Sorgen der Anleger vor einem Absatzrückgang der Autoindustrie. Das würde die Zulieferbetriebe belasten. Bei Grammer scheinen sich die Investoren über Gebühr zu ängstigen. Der Konzern fertigt Sitze und Fahrzeugkomponenten vor allem für sogenannte Premium-Automobilkonzerne wie Audi, BMW oder Daimler. Die wiederum dürften unter einem Konjunktureinbruch weniger stark leiden als andere. Zudem lief im ersten Quartal das Geschäft mit Sitzen für Land- und Bauwirtschaftsmaschinen von Grammer sehr gut. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr einen Anstieg von Umsatz und EBIT. Die Investitionen in das Geschäft mit Lkw-Sitzen und Mittelkonsolen sollten sich noch im laufenden Jahr rentieren. Diesen Optimismus unterstrich das Management mit der ersten Dividendenauszahlung seit vier Jahren. Fundamental ist die Aktie mit einem KGV von 6 für dieses Jahr günstig bewertet. Mutige Anleger sollten die Aktie bis zu Notierungen von 13,40 Euro kaufen und ihr Engagement bei 10,30 Euro absichern.

Der Effecten-Spiegel: KUKA wächst und wächst und...
Branchenexperten zufolge würden KUKA Systems und die Schweizer Swisslog Holding AG, ein Komplettanbieter für automatisierte Verteilzentren und Lagerhäuser, ausgezeichnet zueinander passen. Jüngst hat sich Grenzebach (Maschinenbau GmbH) mit 11,3 Prozent an Swisslog beteiligt. Grenzebach (Rudolf, Aufsichtsratsvorsitzender der Grenzebach Maschinenbau GmbH), hält 24,4 Prozent an KUKA. Nun spekulieren die Experten des Effecten-Spiegels darauf, dass KUKA die Sparte KUKA Systems an Swisslog verkauft und Vorstandsvorsitzender Till Reuter (Doktor) einen attraktiven Verkaufspreis aushandelt. Das Management von KUKA erwartet nach dem Rekordjahr 2011 mittlerweile für das laufende Jahr einen Umsatzanstieg von rund vier Prozent auf etwa 1,5 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge soll von 5,1 auf 5,5 bis 6,0 Prozent zulegen. Zum 31. März stieg die Eigenkapitalquote im Jahresvergleich zwar nur von 20,1 auf 23,5 Prozent. Allerdings verringerte KUKA, die Holding für eine weltweit tätige Unternehmensgruppe des Maschinen- und Anlagenbaus für robotergestützte Automation für die industrielle Fertigung, die Nettoverschuldung von 70,1 auf 38,4 Millionen Euro. Der Vorstand möchte sich in den kommenden Jahren unabhängiger von der Automobilindustrie machen. Die Experten des Effecten-Spiegels geben an, der Vorstand möchte den "Marktanteil" im Bereich "General Industry" von durchschnittlich sechs Prozent in den Jahren 2006 bis 2011 bis zum Jahr 2017 auf etwa 15 Prozent erhöhen. Zudem versprach (Dr.) Reuter den Aktionären eine Dividende für das laufende Jahr. Die jüngste Ausschüttung war im Jahr 2007. Die Analysten des Bankhauses Lampe schätzen die Dividende auf 0,78 Euro je Aktie, was einer Rendite von mehr als vier Prozent entspräche. Sie raten zum Kauf der Aktie und geben das Kursziel mit 22 Euro an. Dem schließen sich die Experten an, da die guten Wachstumsaussichten noch nicht annähernd ausreichend im Aktienkurs enthalten sind.
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