Börsenwelt Presseschau I: Gold und Silber sowie Praktiker unter der Lupe.
Das Zertifikate-Journal erwartet das Ende der Rohstoff-Hausse und bereitet sich mit Derivaten darauf vor. Der Anlegerbrief performaxx sieht für den Aktienkurs von Praktiker schwarz und stellt ein passendes Derivat vor.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Zertifikate Kompakt verweisen auf die fundamentalen und charttechnischen Argumente, welche für ein Ende der Rohstoff-Hausse sprechen. Fundamental würde sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen. Das gilt auch für die Schwellenländer einschließlich der wichtigen BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Die Investmentbank Goldman Sachs beziffert den Beitrag den die BRIC-Länder in den vergangenen drei Jahren zum Wirtschaftswachstum der gesamten Welt beigetragen haben auf mehr als 50 Prozent. Die Schwellenländer, angeführt von Brasilien und China, haben im Rezessionsjahr 2009 für Wirtschaftswachstum gesorgt, nicht die USA, nicht Japan und nicht Europa. Seitdem hat sich die volkswirtschaftliche Situation in diesen Industrieländern sogar noch verschlechtert. Das Wachstum der Weltwirtschaft hängt also an den Emerging Markets und auch dort flaut die Konjunktur ab.
Charttechnisch hat ein Bullenmarkt für Rohstoffe bislang jeweils rund zehn Jahre gedauert. Danach folgte eine ausgeprägte Korrektur, welche jeweils 15 bis 20 Jahre dauerte. Die aktuelle Hausse währt schon neuneinhalb Jahre. Weiter erklären die Charttechniker, in Rohstoffzyklen gebe es fünf Phasen: Zuerst die Startphase mit leicht steigenden Kursen, als zweites eine Korrekturphase der die massive Aufwärtsbewegung folgt, auf welche die scharfe Korrektur kommt um schließlich die letzte Aufwärtsbewegung, in der noch einmal Höchstkurse erreicht werden. In dieser klassischen Übertreibungsblase würde sich der Rohstoffmarkt nun befinden. Zwar dürfte es aufgrund der robusten Nachfrage aus den Schwellenländern nicht zu einem Crash kommen, doch eine mittelfristige Konsolidierung ist realistisch. Dabei dürften sich die Rohstoffsektoren sehr unterschiedlich entwickeln. Die Preise für Industriemetalle werden besonders stark unter dem schwächeren Weltwirtschaftswachstum leiden. Eine Alternative sind Investments in Edelmetalle.
Bei sogenannten capped Bonuszertifikaten, also Bonus-Zertifikaten mit gekappten Gewinnmöglichkeiten, ist die Bonusrendite deutlich höher als bei klassischen Bonuszertifikaten. Damit sind diese Produkte ideal, wenn der Rohstoffsektor in eine Konsolidierungsphase übergeht. Anleger sollten demnach das am 21. Oktober 2014 fällige, währungsgesicherte capped Bonus-Zertifikat (WKN RCE 1XG) der Raiffeisen Centrobank auf Gold kaufen. Die Bank zahlt maximal 127 Euro zurück, wenn der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) während der Laufzeit nie auf 999,20 Dollar oder weniger sinkt. Eine weitere Möglichkeit ist das ebenfalls währungsgesicherte, am 26. November 2013 fällige capped Bonus-Zertifikat (WKN DZ3 EPC) der DZ Bank auf Silber. Hier tilgt die Bank höchstens 44,40 Euro, wenn der Silberpreis die Barriere von 19 Dollar pro Unze nicht berührt oder unterschreitet.

Der Anlegerbrief performaxx: Bei Praktiker tanzt weiter der Bär
Einzig und alleine, wenn der Aktienkurs von Praktiker nun bei hohen Umsätzen steigt, kann ein Boden gebildet werden. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx glauben jedoch nicht an ihre Bedingung und raten risikobereiten Anlegern deshalb zum Kauf des endlos laufenden Bear-Zertifikate (WKN CK9 EEW) der Commerzbank auf Praktiker, wenn der Aktienkurs nachhaltig das bisherige Allzeittief von 1,07 Euro unterschreitet. Das Kursziel beträgt 0,55 Euro und der Stoppkurs sollte 15 Prozent unterhalb des Einstandskurses für das Zertifikat gesetzt werden. Der Schein weist eine Basis bei 1,60 Euro, eine Totalverlustschwelle bei 1,50 Euro und einen Hebel von derzeit 2,1 auf.
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