Börsenwelt Presseschau I: Gold und Klöckner + Co unter der Lupe
Das Zertifikatejournal rät zu einer schmelzofenheißen Wette auf Gold. TradeCentre hält den Abschlag des Aktienkurses von Klöckner & Co zum Buchwert für viel zu hoch.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikatejournals verweisen auf den starken Rückgang des Goldpreises in den vergangenen Wochen. Viele Spekulanten haben ihre Positionen aufgelöst. Deren Bestände sind zuletzt auf das niedrigste Niveau seit dem Jahr 2009 gefallen. Da in Indien die Importpreise für Gold erhöht worden sind, haben die Menschen in diesem weltgrößten Goldmarkt im ersten Quartal 2012 nur mehr halb so viel gekauft wie ein Jahr zuvor. Doch nun haben die Anleger wieder Angst, die USA könnten in die Rezession abrutschen. Das würde wohl ein Eingreifen der Notenbank und eine erneute Ausweitung der Papier/Buchgeld-Summe nach sich ziehen. Das wiederum hat in der Vergangenheit immer zu steigenden Goldpreisen geführt. Charttechnisch hat die Unterstützung bei 1.550 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) gehalten. Das durchschnittliche Preisziel der Analysten bis zum Jahresende beträgt derzeit 1.900 Dollar. Vor diesem Hintergrund sollten risikobereite Anleger den am 3. Dezember 2012 fälligen Call-Optionsschein (WKN BN8 31N) der BNP Paribas auf Gold kaufen. Die Bank zahlt zehn Euro zurück, wenn Gold zum Ablauf des Scheins 1.650 Dollar oder mehr kostet. Notiert das Edelmetall dann allerdings bei weniger als 1.550 Dollar je Unze, verfällt der Call wertlos.

TradeCentre: Der Schweinezyklus von Klöckner & Co
Die Experten von TradeCentre erklären: Der Stahlzyklus ist ein knallharter Schweinezyklus wie aus dem Lehrbuch. Wenn Produzenten wie ThyssenKrupp Kapazitäten antizyklisch aufgebaut haben, kommt die Rezession und treibt die Anbieter in Richtung Ruin. Bei dem Stahl-Handelsunternehmen Klöckner & Co sind die Probleme nicht so extrem, jedoch waren die Übernahmen und der Aufbau von Lagerbeständen ungünstig. Die Stahlpreise werden aber wieder steigen, irgendwann. Schon jetzt kostet Klöckner & Co weniger als das werthaltige Eigenkapital. Bei einem ausgewiesenen Eigenkapital von 1,8 Milliarden Euro abzüglich der immateriellen Werte beträgt dieses werthaltige Eigenkapital 1,26 Milliarden Euro, während das Unternehmen an der Börse nur 800 Millionen Euro kostet. Somit wird ein Einstieg bei Klöckner & Co antizyklisch aussichtsreich. Die Tiefstkurse dürften nicht weit entfernt liegen.
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