Börsenwelt Presseschau I: Gigaset und Sky Deutschland unter der Lupe
Fuchs Kapitalanlagen erwartet eine Korrektur an der Börse und gesteht nur wenigen Aktien weiteres, deutliches Kurspotenzial zu. Die Papiere von Gigaset gehören dazu. Das Zertifikatejournal verweist auf die Prognosen von Sky Deutschland und stellt ein passendes Derivat vor. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen erinnern an den enormen Anstieg der Aktie von Gigaset, nachdem das Unternehmen die vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt hatte. Demnach scheinen die Ergebnisse die Skeptiker zu widerlegen, welche die Transformation der Beteiligungsgesellschaft Arques Industries zum Telefonhersteller Gigaset nicht für so reibungslos möglich hielten. Zumal der frühere Arques-Vorstandsvorsitzende Peter Löw im Hintergrund die Strippen zog. Zwar wächst Gigaset derzeit nicht operativ und der zu erwartende Gewinnsprung von 0,32 auf 0,50 Euro ist vor allem auf sinkende Abschreibungen und Zinsbelastungen zurückzuführen. Trotzdem signalisiert das KGV von 7 weiterhin eine Unterbewertung. Das gilt umso mehr, da der Börsenwert von 157 Millionen Euro mit Barmitteln von 62 Millionen Euro zum Jahresende 2011 unterlegt ist. Der Aktienkurs von Gigaset gehört zu den wenigen, die nach der Rallye noch wesentlich zulegen könnten. Anleger sollten dennoch eine technische Korrektur abwarten und ab einer Notierung von 2,80 Euro mit einem Kursziel von 4,10 Euro und einem Stoppkurs bei 2,40 Euro einsteigen.

Das Zertifikatejournal: Zur Hölle mit Sky Deutschland
Der Vorstand von Sky Deutschland prognostiziert für dieses Jahr eventuell ein bis zwei Quartale mit einem operativen Gewinn und für 2013 ein operativ positives Ergebnis für das Gesamtjahr. Die Experten des Zertifikatejournals erklären jedoch: Prognosen gibt es bei Sky Deutschland immer wieder, bestätigt wurden nur wenige - abgesehen von den negativen. Vor diesem Hintergrund eignet sich dieser Basiswert für eine Spekulation auf sinkende Kurse. Dazu sollten risikobereite Anleger das endlos laufende Bär-Zertifikat (WKN CK2 RE1) der Commerzbank auf Sky Deutschland kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 3,86 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 3,61 Euro und einem Hebel von derzeit 1,4 ausgestattet. Sky Deutschland hat im vergangenen Jahr netto 359.000 Kunden hinzugewonnen und versorgt damit etwas mehr als drei Millionen Bezahlfernseh-Nutzer, die vor allem Fußball sehen wollen. Vorstandsvorsitzender Brian Sullivan möchte in den Kundenservice und das Programmangebot investieren und dafür 300 Millionen Euro frisches Geld. Die News Corp von Rupert Murdoch besitzt 49,9 Prozent an Sky Deutschland und garantiert für diese erneut gewünschte Summe. Dieses Geld dürfte auch den nötigen Spielraum für die anstehenden Verhandlungen über die Sendelizenzen für die Deutsche Fußballbundesliga schaffen. Da die Deutsche Telekom mit bieten möchte, könnte es für Sky Deutschland teuer werden, denn Sky muss diese Rechte unbedingt und zu beinahe jedem Preis halten, um ein Angebot zu haben, das Abonnenten anzieht. Für die Filme bei Sky Deutschland hat sich schließlich bisher auch kaum jemand interessiert. Ohne Fußball bricht das Abo-Angebot von Sky Deutschland zusammen und Rupert Murdoch reißt wohl der Geduldsfaden für neue Finanzierungsrunden.
Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio möchten ihre 210 Anteile der Allianz ausbuchen und durch 8.000 Aktien der Commerzbank ersetzen.
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