Werner Sperber
Börse.de möchte den Boden nutzen, um mit dem Champion ElringKlinger 165 Prozent abzuheben. Der Aktionärsbrief ist von Bayer angetan, da der Chemie- und Pharmakonzern vergleichsweise unabhängig von der Weltkonjunktur ist. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Börse.de empfehlen die Aktie von ElringKlinger ab einem Kurs von 21,50 Euro zu kaufen. Das Kursziel bis zum Jahr 2016 beträgt 57 Euro. Der im Jahr 1879 gegründete Maschinenbau-Konzern beliefert heute alle weltweit namhaften Automobilhersteller mit Dichtungen. Mittlerweile produziert das Unternehmen auch wichtige Bauteile für Elektromotoren. Der Vorstand erwartet nach der Übernahme des Kunststoffbauteile-Spezialisten Hummel GmbH einen zusätzlichen Wachstumsschub. Die Halbjahreszahlen belegen, dass die Geschäfte gut laufen und die durchschnittlichen Kursgewinne von 25 Prozent pro anno in den vergangenen zehn Jahren belegen, dass es schon länger operativ gut läuft. Beim Sommer-Crash sank die Notierung zwar ebenfalls, doch hat sie nun einen Boden gefunden, der zum Einstieg genutzt werden sollte.
Der Aktionärsbrief: Weil Bayer relativ unabhängig ist
Bayer erlöst knapp die Hälfte des Umsatzes und etwa 60 Prozent des Gewinns mit der Sparta Pharma. Nach Angaben der Experten des Aktionärsbriefes ist damit der Großteil der Gewinne unabhängig von der weltweiten Wirtschaftsentwicklung. Bayer hat die Gewinnschätzungen der Analysten für das dritte Quartal deutlich übertroffen. Deshalb wurde der Pharma- und Chemiekonzern zum "Bullen der Woche" gekürt. Einzig die Kunststoffsparte macht Sorgen. Da allerdings das Geschäft mit Chemie für die Landwirtschaft gut läuft und der Medikamenten-Absatz in den Schwellenländern steigt, sind die Aussichten ebenfalls gut. Kursrücksetzer Richtung 40 Euro würden eine neue Kaufbasis bieten. Der "faire Wert" liegt zwischen 55 und 60 Euro.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben 700 Anteile der Dr. Hönle AG zu 10,30 Euro aufgenommen. Bevor der griechische Staatspräsident eine Volksabstimmung angekündigt hat, ob Griechenland wie beschlossen von der Euro-Gemeinschaft gerettet werden soll, haben die Verantwortlichen beschlossen, Anleihen von Griechenland (WKN A0T 6US) im Wert von 20.000 Euro einzubuchen. Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot haben 120 Aktien von Yum! Brands zu 38,35 Euro eingebucht.
Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:
Egmond Haidt, Verantwortlicher für das Basis-Musterportfolio, hat 125 Anteile des börsennotierten Fonds (ETF; WKN DBX 1DA) auf den DAX zu 60,05 Euro aufgenommen und bei 50 Euro abgesichert.
Stefan Otto, zuständig für das Nebenwerte-Musterdepot, hat 590 Aktien von Drillisch zu 8,15 Euro aufgenommen und bei 6,80 Euro abgesichert, 530 Titel von Freenet zu 9,06 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 7,80 Euro gesetzt sowie 7.000 Papiere von IVU Traffic Technologie zu 1,21 Euro aufgenommen und den Stopp-Loss bei 0,95 Euro platziert.
Daniel Saurenz, Betreuer des Zertifikate-Musterportfolios, hat seine 2.500 Call-Optionsscheine (WKN CM8 6PL) auf Rohöl der Sorte Brent ausgebucht. Dafür hat er 600 Bonus-Zertifikate (WKN TB6 VXP) auf Klöckner & Co zu 10,06 Euro aufgenommen (Stoppkurs bei 7,20 Euro), 1.000 Call-Optionsscheine (WKN BP1 DVP) auf BASF zu 3,89 Euro (Stoppkurs bei 2,35 Euro) und ebenfalls 1.000 Call-Optionsscheine (WKN BP1 DWE) auf Stammaktien von BMW zu 3,76 Euro (Stoppkurs bei 1,95 Euro). Nun möchte er seine 1.000 Zertifikate (WKN DE4 EXP) auf den Index Solactive Mining Explorer zu mindestens 6,30 Euro ausbuchen und dafür 180 Bonus-Zertifikate (WKN CK1 T7Q) auf K+S zu höchstens 46,50 Euro einbuchen.
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