Werner Sperber
Börse Online sieht "fette Chancen" bei einem Investment in Dürr. Der Aktionärsbrief sieht keinen Grund für allzu viel Sorgen bezüglich Drillisch. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Börse Online verweisen darauf, dass der Aktienkurs von Dürr im August-Börsencrash mehr verloren hat als der SDAX, in dem sie enthalten ist. Mittlerweile hat sich die Notierung des Automobil-Zulieferbetriebes aber besser entwickelt als der Index und ein Drei-Jahres-Hoch erreicht. Zudem hat der Indikator MACD auf Wochenbasis dieses Kaufsignal bestätigt. Damit dürfte die Notierung in Richtung des Rekordhochs aus dem Oktober 2007 bei 35 Euro zulegen. Als Orientierung für den Stoppkurs dient die steigende 200-Tage-Linie, die bei 26,50 Euro verläuft. Risikobereite Anleger sollten die Papiere also mit einem Kursziel von 40 Euro und einem Stoppkurs bei 25,80 Euro kaufen.
Änderung in den Musterdepots von Börse Online:
Egmond Haidt, Verantwortlicher für das Basis-Musterportfolio, hat 30 Anteile von Mastercard zu 267,21 Euro aufgenommen und bei 225 Euro abgesichert.
Stefan Otto, zuständig für das Nebenwerte-Musterdepot möchte 550 Anteile von Alstria Office REIT zu höchstens 8,75 Euro einbuchen sowie 760 Aktien von DIC Asset zu maximal 6,50 Euro.
Stefan Mayriedl, Betreuer des Zertifikate-Musterportfolios, hat seine 80 Bonus-Zertifikate (WKN SG2 EZ8) auf den Index CAC40 wohl mit Gewinn ausgebucht. Dafür hat er seinen 600 Bonus-Zertifikaten (WKN TB6 XVP) auf Klöckner & Co weitere 250 Scheine zu 9,01 Euro hinzugefügt sowie 220 Discount-Zertifikate (WKN BN9 NKD) auf den DAX zu 53,72 Euro aufgenommen und bei 46,50 Euro abgesichert. Nun möchte er noch 2.500 Call-Optionsscheine (WKN CK0 UEG) auf Brent-Öl zu höchstens 2,60 Euro einbuchen sowie 1.200 Call-Optionsscheine (WKN DZ2 RW1) auf das Währungspaar Euro/Schweizer Franken zu maximal 6,80 Euro.
Der Aktionärsbrief: Bei Drillisch wird's schon nicht so schlimm
Die Deutsche Telekom hat der Drillisch-Tochterfirma Simply Betrug vorgeworfen und die Vertragsbeziehung aufgelöst. Daraufhin brach der Kurs des Mobilfunk-Serviceanbieters ein. Die juristische Aufarbeitung hat begonnen. Nach Ansicht der Experten des Aktionärsbriefs wäre der Schaden für Drillisch überschaubar, selbst wenn sich der Vorwurf erhärten sollte. Der potenzielle Schadensersatz von 1,5 bis zwei Millionen Euro ist überschaubar. Eventuell kommen noch Kosten von fünf bis zehn Millionen Euro infolge der Umbuchung der Telekom-Altverträge auf neue Service-Provider hinzu. Da die Telekom nur eine untergeordnete Rolle bei Drillisch spielt, sollte das operative Geschäft mittelfristig kaum beeinträchtigt werden. Vodafone und O2, die wichtigsten Vertragspartner von Drillisch, stellten keine Unregelmäßigkeiten fest. Ein Verlust von 130 Millionen Euro an Börsenwert ist demnach ungerechtfertigt. Zudem überzeugte Drillisch mit den Zahlen für das dritte Quartal. Ein KGV von 8 und eine Dividendenrendite von rund elf Prozent sichern den Aktienkurs nach unten ab. Die Ankündigung des Managements, vier Prozent der Anteile über die Börse zurückzukaufen, ist ebenfalls positiv. Bis zum Jahresende sollten Notierungen von 7,20 Euro möglich sein. Nach unten scheint das Risiko überschaubar. Der Stoppkurs sollte bei 5,40 Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefs:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben 500 Anteile von Data Modul zu 13 Euro aufgenommen. Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot möchten 170 Papiere des "Bullen der Woche" Dollar General einbuchen.
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