Börsenwelt Presseschau I: Drillisch und Continental unter der Lupe
Der Nebenwerte-Investor fühlt sich mit Drillisch sehr verbunden. Der Effecten-Spiegel möchte einen heißen Derivate-Reifen mit Continental fahren. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Nebenwerte-Investors erklären: Drillisch hat nach Jahren des Stillstands ein neues Wachstumskonzept gefunden. Drillisch begann sich im vierten Quartal 2010 vom klassischen Service-Provider zum MVNO (Mobile Virtual Network Operator) hin zu entwickeln (Definition von Wikipedia: In den Anfangszeiten der Mobilfunk-Wiederverkäufer überwog die technische Definition eines MVNO (Mobile Virtual Network Operator, z. B. laut einer Ovum-Studie aus dem Jahre 2000): ein Unternehmen, das über eigene GSM-Infrastruktur wie etwa ein Mobile Switching Center (MSC) und ggf. auch ein Core Network verfügt, d. h. über alle Infrastruktureinrichtungen eines Mobilnetzbetreibers oder Mobile Network Operator (MNO) mit Ausnahme des Radionetzes (der so genannten Luftschnittstelle). Nach dieser Definition gäbe es allerdings weltweit nur wenige MVNO.). http://de.wikipedia.org/wiki/Mobilfunk-Discounter Die gute Eigenkapitalquote von 41,9 Prozent, die überschaubare kurzfristige Verschuldung sowie die hohe Anlagendeckung lassen die Finanzierung insgesamt als solide erscheinen. Die Experten gehen für das laufende Jahr von einem Umsatz von 355 Millionen Euro und einem Nettogewinn von 48 Millionen Euro aus, was einem KUV von 1,4 und einem KGV von 10 entspräche. Das KBV liegt bei 3. Analysten schätzen das KGV für das nächste Jahr auf 7,5. Im Langfristchart hat der Aktienkurs ein Zwölfjahreshoch erreicht, was ein starkes
Kaufsignal ausgelöst hat.
Änderungen im Musterdepot der Nebenwerte-Investors:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 300 Anteile von Data Modul zu 15,50 Euro eingebucht. Nun möchten sie noch 370 Aktien von Drillisch zu höchstens 9,60 Euro aufnehmen.

Der Effecten-Spiegel: Continental mit Turbo fahren
Die vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2012 von Continental sind nach Angaben der Experten des Effecten-Spiegels hervorragend ausgefallen, wobei die Automobil-Zulieferfirma die Schätzungen der Analysten übertroffen hat. Vorstandsvorsitzender Elmar Degenhart bestätigte die Ziele für das Gesamtjahr und bezeichnete sich sogar als möglicherweise zu konservativ. Als weiteres positives Zeichen genehmigte die Hauptversammlung die erste Dividendenzahlung nach einer dreijährigen Pause. Die Ausschüttung beträgt 1,50 Euro pro Anteil. Zudem könnte Continental im September MAN aus dem DAX verdrängen. Die Schaeffler Gruppe, die nach der gescheiterten Übernahme noch immer knapp 50 Prozent an Continental hält, dürfte weitere Aktien verkaufen. Vor diesem Hintergrund sollten risikobereite Anleger den am 19. Juni 2013 ablaufenden Call-Optionsschein (WKN DE6 XE0) der Deutschen Bank auf Continental kaufen. Der Schein ist mit einer Basis von 70 Euro und einem Hebel von derzeit 5,2 ausgestattet. Das Kurspotenzial reicht bis 1,90 Euro. Noch risikoreicher ist der am 19. Dezember 2012 fällige Call (WKN DE5 V7C) desselben Emittenten. Hier beträgt die Basis 82 Euro, der Hebel aktuell 11,4, wobei Kurse von bis zu 0,90 Euro möglich sind.
Änderungen im Musterdepot des Effecten-Spiegels:
Im Musterportfolio sind die 60 Anteile von Total mit einem Verlust von zwölf Prozent zu 36 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 70 Aktien von SAP zu 50 Euro eingebucht.
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