Werner Sperber
Die Börse am Sonntag rät zum Einstieg bei der Software AG – allerdings derzeit ausschließlich mit einem Derivat. TradeCentre kürt die Vorzüge von Porsche und Volkswagen zu "Aktienbullen der Woche". Zudem gibt es Änderungen in einem Realdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Börse am Sonntag verweisen auf die deutlich schwächer als erwarteten Zahlen und die zwei Wochen später ebenfalls enttäuschende Prognose der Software AG. Der Hauptgrund für diese Geschäftsentwicklung vor allem in den letzten drei Monaten des Jahres 2011 war die Abnahme der Investitionsbereitschaft der Kunden infolge von konjunkturellen Unsicherheiten. Nach den zwei Kursrückgängen scheint die Notierung nun einen Boden gefunden zu haben. Dennoch sollten Anleger mit dem Kauf der Aktie abwarten, bis Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Streibich wieder einen optimistischeren Ausblick gibt. Denn allgemein glänzt das Unternehmen unabhängig von der derzeitigen Flaute mit einem bewährten und langfristig aussichtsreichen Geschäftsmodell: Es bietet Produkte an, die die Kommunikation von Standardprogrammen mit individuellen Software-Lösungen ermöglichen. Dadurch wird die Effizienz eines Unternehmens deutlich gesteigert. Erfreulicherweise bietet der Markt für Systemintegration, auf dem das TecDAX-Unternehmen weltweit führend ist, nach wie vor großes Potenzial. Deshalb könnte die Software AG im nächsten Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Derzeit bietet das am 27. September 2012 fällige capped Bonus-Zertifikat (WKN CK2 ZRC) der Commerzbank auf die Software AG eine interessante Anlagemöglichkeit. Die Bank zahlt maximal 30 Euro zurück, wenn der Aktienkurs während der Laufzeit nie die Marke von 16,00 Euro berührt oder unterschreitet. Das entspräche einer Rendite von 13,5 Prozent respektive 21,2 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Dass die Notierung die Sicherheitsschwelle berührt, ist unwahrscheinlich, da die Aktie mit einem KGV von 12 für dieses Jahr vergleichsweise günstig bewertet ist.

TradeCentre: Porsche und Volkswagen sind die Bullen
Volkswagen beziehungsweise der Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch wollen Porsche so schnell wie möglich komplett übernehmen. Die Experten von TradeCentre zitieren das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, das sich auf Topmanager des VW-Konzerns beruft und berichtet, diese Übernahme soll noch im laufenden Jahr erfolgen. Den Aktionären der Porsche Automobilholding würden dadurch die Haftungsrisiken aufgrund der zahlreichen Schadenersatzklagen abgemildert. Die Notierung der Vorzugsaktie von Porsche dürfte daher im Vergleich zur Vorzugsaktie von Volkswagen aufholen. Kurstreiber dürfte weiterhin der Bestand an Vorzugsaktien von VW sein. Diese Volkswagen-Papiere werden nur mit einem KGV von 7,5 für dieses Jahr bewertet und sollten um 30 Prozent zulegen können, wenn die Wirtschaftskrise ausbleibt. TradeCentre kürt deshalb dieses Aktienpaar zum "Aktienbullen der Woche".
Änderungen im Realdepot des TradeCentre:
Die Verantwortlichen für das Real-Musterportfolio haben 150 Aktien von Lenzing zu 67,50 Euro erworben und möchten nun noch 800 Anteile von Grammer zu höchstens 14 Euro kaufen.
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