Werner Sperber
Börse Online schwärmt von der Schuler AG und auch den weiteren Kursaussichten des SDAX-Aufsteigers. Der Aktionärsbrief stellt fest: Der Kurs der ProSiebenSat.1 Media AG dürfte mächtig durchstarten und mit einem Derivat können Anleger dann noch enorm viel mehr verdienen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Börse Online verweisen darauf, dass die Schuler AG im vergangenen Geschäftsjahr Aufträge in einem Rekordvolumen erhalten, den Umsatz um 45 Prozent gesteigert und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beinahe verdreifacht hat. In dem seit Anfang Oktober laufenden Wirtschaftsjahr 2011/12 dürfte es noch besser werden, denn die Kunden aus der internationalen Automobil-Industrie investieren vor allem in Asien und Amerika kräftig. Dabei dürften sie auch weiterhin Pressen des SDAX-Aufsteigers bestellen. Der Vorstand rechnet deshalb für das laufende Fiskaljahr mit einem Umsatzanstieg um 15 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro und einen Zuwachs beim EBITDA um 25 Prozent auf 100 Millionen Euro. Der Nettogewinn dürfte noch stärker zulegen, da sich die Zinsbelastung um zehn Millionen Euro verringert. Fundamental ist die Aktie mit einem KGV für 2011/12 von 8 günstig bewertet. Dazu kommt die Ausschüttung von 0,25 Euro je Aktie, was einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent entspricht. Charttechnisch hat die Notierung die mittelfristige Abwärtstrendlinie überwunden und auch der Indikator MACD macht einen positiven Eindruck. Risikobereite Anleger sollten die Aktie mit einem Kursziel von 13 Euro und einem Stoppkurs bei 8,90 Euro kaufen.
Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:
Egmond Haidt, der Verantwortliche für das Basis-Musterportfolio, hat seine jeweils 80 Anleihen von EnBW (WKN A1A JTU) und Volkswagen (WKN A1A QKZ) ausgebucht. Dafür hat er 300 Titel von BHP Billiton zu 25,74 Euro aufgenommen und bei 20 Euro abgesichert sowie 140 Stammaktien von BMW zu 62,18 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 50 Euro gesetzt.
Stefan Otto, zuständig für das Nebenwerte-Musterdepot, hat 900 Anteile der Schuler AG zu 10,45 Euro eingebucht und bei 8,40 Euro abgesichert.
Daniel Saurenz, Betreuer des Zertifikate-Musterportfolios, hat 1.200 Inline-Optionsscheine (WKN SG2 SGA) auf die Deutsche Bank zu 5,37 Euro aufgenommen. Nun möchte er seine 850 Bonus-Zertifikate (WKN TB6 XVP) auf Klöckner & Co und seine 2.500 Call-Optionsscheine (WKN CK0 UEG) auf Rohöl der Sorte Brent jeweils mit Gewinn ausbuchen. Dafür möchte er 450 Discount-Zertifikate (WKN GS6 6Y0) auf ThyssenKrupp zu höchstens 18 Euro aufnehmen.

Der Aktionärsbrief: Bei ProSiebenSat.1 fliegt der Deckel weg
Der Aktienkurs der ProSiebenSat.1 Media AG hat jüngst die bei 15 Euro verlaufende Abwärtstrendlinie überwunden und danach die 200-Tage-Linie. Wenn die Notierung nun noch den Widerstand bei 17,30 Euro nachhaltig nimmt, wäre das ein starkes Kaufsignal. Die Experten des Aktionärsbriefes geben das erste Kursziel mit rund 20 Euro und das nächste mit 24 Euro an. Risikobereite Anleger sollten den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DE8 4R3) der Deutschen Bank auf ProSiebenSat.1 kaufen. Der Schein ist mit einem Basispreis und einer Knock-out-Schwelle bei 13,03 Euro sowie einem Hebel von derzeit 3,2 ausgestattet. Der Stoppkurs sollte 20 Prozent niedriger als der Einstandskurs gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot von Platow Emerging Markets:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 675 Anteile von Banpu ohne Limit einbuchen und weitere 350 Aktien zu höchstens 13 Euro. Der Stoppkurs wird bei 10,80 Euro gesetzt. Zudem möchten sie unlimitiert 120 Anteile am börsennotierten Fonds (ETF; WKN A1C 1H1) auf den Index CSI 300 aufnehmen und weitere 65 Anteile zu maximal 74 Euro. Hier wird der Stopp-Loss bei 61,20 Euro platziert.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das langfristig orientierte Musterportfolio haben ihre 200 Vorzugsaktien von Porsche mit einem Gewinn von zehn Prozent zu 47,28 Euro ausgebucht.
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