Börsenwelt Presseschau I: Die Hugo Boss AG und die Allianz unter der Lupe
Die Platow Börse findet die Vorzugsaktie der Hugo Boss AG vorzüglich. Der Effecten-Spiegel möchte mit Derivaten auf das Überraschungspotenzial der Allianz spekulieren. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse verweisen darauf, dass der Kurs der Vorzugsaktie des Modekonzerns Hugo Boss seit dem Jahreswechsel wieder anzieht. Diese Hausse liegt in der allgemeinen Börseneuphorie begründet und in der Zuversicht des Vorstandes. Nachdem das vierte Quartal 2011 besser gelaufen ist als erwartet und auch der Start ins laufende Jahr gelang, möchte Vorstandsvorsitzender Claus-Dietrich Lahrs hunderte neuer Arbeitsplätze schaffen. Das ist ein weiterer Wegweiser in die richtige Richtung. Analysten schätzen das Ergebnis pro Anteil für dieses Jahr auf 4,55 Euro, was zwar einem ambitionierten KGV von 18 entspräche. Da der Gewinn je Aktie allerdings auch im kommenden Jahr prozentual zweistellig steigen dürfte, sollten Anleger die Titel bis zu Notierungen von 80 Euro kaufen und ihr Engagement bei 67 Euro absichern.

Der Effecten-Spiegel: Für konservative und risikobereite Anleger
Der Gewinn der Allianz ist im vergangenen Jahr wohl deutlich gesunken. Der Vorstand des Versicherungskonzerns wird das am morgigen Donnerstag, 23. Februar, bei der Bilanzpressekonferenz genau erklären. Die Anleger haben diesen Gewinnrückgang jedoch bereits in den Aktienkurs eingearbeitet. Die Experten des Effecten-Spiegels gehen davon aus, dass die Investoren nun auf die künftige Strategie achten, mit der der Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann das weltgrößte Versicherungsunternehmen durch Zeiten der Schuldenkrisen und des damit verbundenen niedrigen Zinsumfeldes sowie der Naturkatastrophen mit versicherten Rekordschadenssummen führen möchte. Ein weiterer Anreiz für den Kauf der Aktie ist die Dividende, die wohl stabil bei 4,50 Euro pro Anteil gehalten wird. Das entspräche einer Rendite von etwa fünf Prozent. Somit dürfte die Notierung eine Erholungsrallye starten. Risikobereite Anleger kaufen deshalb den am 21. Dezember 2012 fälligen Call-Optionsschein (WKN BP2 MHH) der BNP Paribas auf die Allianz. Der Schein ist mit einer Basis von 98 Euro und einem Hebel von derzeit 18,9 ausgestattet. Das Kurspotenzial reicht bis 0,75 Euro. Die noch riskantere Alternative ist der am 20. September 2012 ablaufende Call (WKN DE5 0JL) der Deutschen Bank auf die Allianz. Bei diesem Schein beträgt die Basis 100 Euro und der Hebel aktuell 33,3. Das Kurspotenzial reicht bis 0,45 Euro.
Änderung im Musterdepot des Effecten-Spiegels:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 60 Vorzugsaktien von Fuchs Petrolub aufnehmen.
Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Prior-Musterportfolio möchten ihre 700 Anteile von I:FAO wohl mit Verlust ausbuchen und durch 400 Aktien von ISRA Vision ersetzen.
Änderungen in einem Musterdepot im Börsenspiel von Focus Money:
Gerhard Martin, Verantwortlicher für das Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money, hat seinen 830 Titel von Dialog Semiconductor mit einem Gewinn von 16 Prozent zu 16,12 Euro sowie seine 2.500 Papiere der m-u-t AG Messgeräte für Medizin- und Umwelttechnik mit einem Minus von zwei Prozent zu 6,02 Euro ausgebucht. Dafür hat er 200 Anteile von Vallourec zu 54 Euro, 3.000 Aktien der BAM Groep zu 3,39 Euro sowie ebenfalls 3.000 Titel von TomTom zu 3,89 Euro aufgenommen.
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