Börsenwelt Presseschau I: Die Deutsche Rohstoff AG und KTG Agrar unter der Lupe
Der Effecten-Spiegel erkennt für risikobereite Anleger Kurspotenzial bei der Deutschen Rohstoff AG. Die Prior Börse zitiert einen Vorstand: KTG Agrar ernte ab jetzt die Erfolge früherer Investitionen. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Effecten-Spiegels verweisen auf den Rekordgewinn der Deutschen Rohstoff AG im vergangenen Jahr. Der wurde durch den Beginn der Goldförderung in Australien im Januar 2011 sowie den Teilverkauf der Öl- und Gastochterfirma Rhein Petroleum GmbH begünstigt. Das Eigenkapital belief sich auf 31 Millionen Euro, was einer äußerst komfortablen Quote von 77,5 Prozent entsprach. Der Vorstand erwartet auch für dieses Jahr einen Gewinn. Im nächsten Jahr sollen Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen und für das kommende Jahr soll die erste Dividende ausgeschüttet werden. Derzeit richtet der Vorstand das Portfolio der Unternehmensgruppe neu aus. Dabei verkauft das Management Beteiligungen und möchte zwei Tochterfirmen an die Börse bringen. Die Deutsche Rohstoff AG hält an der australischen Tin International 61 Prozent und plant das Initial Public Offering (IPO) an der Börse in Sydney noch im dritten Quartal. Dabei sollen 20 Millionen Australische Dollar (16,3 Millionen Euro) erlöst werden. Das IPO der Seltenerden Storkwitz AG dürfte erst im nächsten Jahr erfolgen. Vor diesem Hintergrund eröffnet sich risikobereiten Anlegern ein Kurspotenzial bis 18 Euro.

Die Prior Börse: Ab jetzt erntet KTG Agrar auch für die Aktionäre
KTG Agrar wächst seit dem Börsengang im November 2007 rasant. Der Umsatz stieg vom Jahr 2007 bis zum Jahr 2011 um 420 Prozent auf 78 Millionen Euro. Allerdings blieb die Ergebnisentwicklung weit hinter diesem Erfolg zurück. Im vergangenen Jahr verdiente das landwirtschaftliche Unternehmen eine Million Euro. Der operative Cashflow belief sich auf minus 61 Millionen Euro und für Investitionen flossen weitere 41 Millionen Euro ab. Dr. Thomas Berger, Vorstandsvorsitzender der Tochterfirma KTG Energie und bei KTG Agrar Vorstand für Recht und Vertragswesen, Konzerngesellschaften, Projektentwicklung, Flächen- und Eigentumsverwaltung und Wissensmanagement erklärte im Interview mit den Experten der Platow Börse, für diesen Bargeldabfluss seien vor allem die Vorleistungen verantwortlich, welche die die Grundlage für künftige Erträge sein sollen. Dr. Berger führte als Beispiele die Verdopplung der Kapazität der Biogasanlagen, den Ausweitung der Ackerfläche und den Einstieg in das Geschäft mit Tiefkühlkost im vergangenen Jahr an. Er sagte weiter: "2011 haben wir das Feld für eine hervorragende Ernte in den kommenden Jahren bestellt." Entsprechend erwartet der Vorstand für das laufende Jahr einen positiven Cashflow. Hohe Mittelzuflüsse sind in der Zukunft auch unbedingt nötig, denn KTG Agrar muss Zins und Tilgung für zwei Anleihen in einem Gesamtvolumen von etwa 120 Millionen Euro bezahlen. Zudem beliefen sich die Bankschulden zum Jahresende 2011 auf 81 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote war mit 20 Prozent niedrig. Dr. Berger hält die Aktie dennoch für unterbewertet, denn es gäbe stille Reserven in den Büchern. Allein der Verkehrswert des Ackerlandes ist 30 Millionen Euro höher als in der Bilanz verbucht. KTG Agrar möchte nun also die Ernte einfahren und den Gewinn künftig kräftig erhöhen.
Änderung im Musterdepot der Platow Börse:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben die 2.250 Anteile von Lotto24 zu 2,50 Euro bezogen und eingebucht, so wie es ihnen aufgrund der 3.000 gehaltenen Aktien von Tipp24 zusteht. Lotto24 ist eine Abspaltung von Tipp24 und die Aktionäre von Tipp24 haben Aktien im Verhältnis 4:3 beziehen dürfen.
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