Börsenwelt Presseschau I: Der DAX und Daimler unter der Lupe
Die Börse am Sonntag sorgt mit einem Derivat für Anleger vor, welche sich um den weiteren Verlauf des DAX’ sorgen. Die Euro am Sonntag möchte mit Daimler zu Audi und BMW aufschließen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Börse am Sonntag verweisen auf den Anstieg des DAX seit Jahresbeginn um mehr als 15 Prozent. Viele Anleger würden sich nun die Frage stellen, ob sie noch auf den fahrenden Zug aufspringen sollen. Mittelfristig könnte der DAX seine Aufwärtsbewegung fortsetzen. Darauf deutet beispielsweise der Anstieg des Kupferpreises hin. Dies ist von großer Bedeutung, da der Kupferpreis ein wichtiger Frühindikator für die Konjunkturentwicklung ist. Der jüngste Preisanstieg signalisiert, dass viele Investoren bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums zuversichtlich sind. Die Investoren sind allerdings auch besorgt, da Unternehmensinsider seit einigen Wochen keine Aktien ihrer Konzerne kaufen. Das könnte an sich eintrübenden Wachstumsperspektiven deutscher Konzerne vor allem aufgrund der Schuldenkrisen und der Abschwächung des Aufschwungs in Asien liegen. Charttechnisch steuert der deutsche Leitindex auf die Hürden bei 7.200 Punkten und bei 7.500 Zählern zu, welche der DAX vermutlich nicht überwinden wird. Deshalb sollten Anleger zurzeit auf Finanzprodukte setzen, mit denen sich auch dann eine stattliche Rendite erzielen lässt, wenn der DAX nicht weiter steigt. Dazu zählt das am 27. September 2012 fällige capped Reverse-Bonus-Zertifikat (WKN BP1 XV1) der BNP Paribas auf den DAX. Die Bank zahlt maximal 70 Euro zurück, wenn der DAX während der Laufzeit nie die Marke von 7.600 Punkten berührt oder überschreitet.

Die Euro am Sonntag: Daimler überholt Audi und BMW
In den wenigen Wochen des Jahres 2012 ist der Aktienkurs von Daimler um 38 Prozent und damit am stärksten unter den Autowerten gestiegen. Das KGV beträgt jedoch immer noch nur 10, während es sich in der Vergangenheit zwischen 11 und 14 bewegt. Da auch die Charttechnik für weiter anziehende Notierungen spricht, raten die Experten der Euro am Sonntag zum Einstieg. Das Kursziel beträgt 55 Euro und der Stoppkurs sollte bei 34,50 Euro gesetzt werden. Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Zetsche sagte bei der Präsentation der Zahlen für das Jubiläums- und Rekordjahr 2011: "Wir hatten uns für 2011 viel vorgenommen und wir haben es mehr als erreicht." Doch das soll nur eine Zwischenstation sein, denn bis zum Jahr 2020 möchte Dr. Zetsche Daimler wieder zur Nummer 1 im Premiumsegment machen und Audi sowie BMW überholen. Im laufenden Jahr investiert der Konzern weiter in die Modelpalette, die Antriebstechnik und die Produktion. Das sollte sich ab dem nächsten Jahr auszahlen, indem die operative Marge auf zehn Prozent steigt. Daimler zieht damit auch in der Plattform-Strategie für die Autos der Kompaktklasse, der Limousinen und der Sportwagen nach.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 106 seiner zuvor 506 Aktien von Mobotix, 23 seiner zuvor 203 Anteile an BB Biotech und seine 109 Anteile von Perrigo ausgebucht. Dafür hat er 120 Titel der Merck KGaA zu 81,38 Euro eingebucht. Nun möchte er seine 198 Papiere von Xing und seine 1.700 Anteile von Balda ausbuchen und dafür 2.100 Aktien von USU Software sowie 335 Vorzugsaktien von WMF aufnehmen.
Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, hat 150 Vorzugsaktien von BMW zu 44,80 Euro aufgenommen. Nun möchte er seine 1.200 Anteile der KWG Kommunale Wohnen ausbuchen, um dafür 600 Aktien der Deutschen Post zu höchstens 13,15 Euro einbuchen zu können.
Sven Parplies, Betreuer des Momentum-Musterportfolios, hat 559 Anteile der Aareal Bank zu 19,55 Euro aufgenommen. Nun bucht er seine 275 Aktien von KLA-Tencor aus und dafür Titel von Lanxess ein.
Änderungen in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 10.000 Call-Optionsscheine (WKN RCE 1BZ) auf die AMAG Austria Metall AG mit einem Gewinn von 55 Prozent zu 0,62 Euro ausgebucht. Zudem haben sie sich von ihren ebenfalls 10.000 Calls (WKN CT0 ENN) auf Eletronic Arts zu 0,081 Euro getrennt. Dabei fiel ein Verlust von 78 Prozent an.
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