Börsenwelt Presseschau I: Bob Mobile und Gerry Weber International unter der Lupe.
Die Prior Börse spielt gerne mit den Aktien von Bob Mobile. Die Euro am Sonntag steht auf Gerry Weber International. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse erinnern an die Wachstumsraten von 50 Prozent jährlich, die Bob Mobile seit der Gründung im Jahr 2005 mit den Unterhaltungsangeboten für Mobiltelefone und mobile Computer erreicht hat. Es begann vor allem mit Klingeltönen, welche heute nur mehr für ein Prozent der Konzernerlöse stehen, und verlagerte sich hin zur reinen Vermarktung von Online-Spielen, die nun 60 Prozent zum Konzernumsatz beisteuern. Firmengründer und Vorstandsvorsitzender Remco Westermann investierte im vergangenen Jahr viel in diese Spiele, was zu einem Verlust führte. Zudem sank erstmals auch der Umsatz, da die Griechen nicht mehr so viel für Unterhaltung im mobilen Internet ausgaben. Westermann prognostiziert für dieses Jahr allerdings eine Umsatz-Verdreifachung auf mehr als 95 Millionen Euro. Der Gewinn soll 7,5 Millionen Euro betragen. Die Ziele sind vor allem aufgrund der Übernahme des niederländischen Wettbewerbers Cliq zu erreichen, für die Bob Mobile 20 Millionen Euro und 1,9 Millionen neue Aktien im aktuellen Wert von 25 Millionen Euro bezahlte. Gemeinsam erreichen die beiden Firmen neun Millionen Kunden in mehr als 40 Ländern. Westermann plant weitere Zukäufe, denn Bob Mobile soll zu einem "weltweit führenden Anbieter für Online-Games und Mobile-Services werden" werden. Internationale Konkurrenz wird mit einem KUV von 2 bis 7 bewertet, Bob Mobile lediglich mit einem KUV von 0,5. Zudem beträgt das KGV nur 7.
Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Prior-Musterportfolio möchten ihre 900 Anteile von ADC African Development Corporation wohl mit Verlust ausbuchen und dafür 700 Aktien von Bob Mobile einbuchen.

Die Euro am Sonntag: Gerry Weber überzeugt wieder einmal voll
Gerry Weber International verarbeitet die Übernahme des Wettbewerbers Wissmach besser als von Analysten erwartet. Die Experten der Euro am Sonntag verweisen in diesem Zusammenhang auf den Gewinn von 20,2 Millionen Euro im zweiten Quartal des Ende Oktober ablaufenden Geschäftsjahres 2011/12. Das sind fast 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings begünstigten auch gesunkene Rohstoffpreise und verbesserte Einkaufskonditionen diesen Ergebniszuwachs. Der Vorstand prognostiziert für das gesamte Fiskaljahr eine Erlössteigerung um 13 Prozent auf 795 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll von 13,9 auf 14,5 bis 14,6 Prozent zulegen. Die Übernahme von Wissmach soll im nächsten Wirtschaftsjahr einen ersten Gewinnbeitrag liefern. Angesichts des Wachstums sollten Anleger an schwachen Tagen mit einem Kursziel von 36 Euro und einem Stoppkurs bei 24,50 Euro einsteigen.
Änderungen in Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 5.380 Anteile der Hellenic Telecom OTE zu 1,32 Euro eingebucht (Stoppkurs bei einem Euro), 875 Aktien von Celesio zu 11,61 Euro (Stoppkurs bei 9,85 Euro), 1.070 Titel von MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG zu 9,42 Euro und 625 Papiere der PSI AG für Produkte und Systeme der Informationstechnologie zu 15,57 Euro (Stoppkurs bei 13,50 Euro).
Sven Parplies, Betreuer des Momentum-Musterdepots, hat 301 Anteile von Ebay zu 33,15 Euro und 4.337 Aktien von Sky Deutschland zu 2,30 Euro aufgenommen und bucht beide Werte nun wieder aus. Dafür möchte er Aktien von Ross Stores einbuchen, die er vergangene Woche ausgebucht hat, sowie Titel von Dollar Tree aufnehmen.
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