Börsenwelt Presseschau I: Aurubis und Leoni unter der Lupe
Börse Online halten die Kupferhütte Aurubis für ein stabiles Investment und raten zum Einstieg mit einem Derivat. Der Aktionärsbrief ist von Leoni enttäuscht aber von der günstigen Bewertung angezogen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Börse Online bezeichnen eine Anlage in Aktien von Aurubis als stabiles Investment. In den ersten sechs Monaten des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres 2011/12 sank zwar der Absatz von Gießwalzdraht- und Stranggussprodukten wegen der niedrigen Nachfrage in Südeuropa. Allerdings stiegen die erhaltenen Lohnzahlungen für das Schmelzen im Verhältnis dazu stärker an. Das gilt für das erste Schmelzen aus dem Erz als auch für die Wiederaufbereitung von Kupferschrott. Deshalb legte das Betriebsergebnis im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 193 Millionen Euro zu. Der Vorstand hat zudem die Prognose angehoben. Bislang erwartete er für das Wirtschaftsjahr 2011/12 im Vergleich zum Vorjahr sinkende Erlöse und Ergebnisse, nun rechnet er mit stabilen Umsätzen und Gewinnen. Die Experten raten zum Kauf des am 28. Dezember 2012 fälligen Bonus-Zertifikates (WKN TB3 J0W) von HSBC Trinkaus auf Aurubis. Die Bank zahlt maximal 44 Euro zurück, wenn der Aktienkurs während der Laufzeit nie auf 34 Euro oder weniger sinkt. Das entspräche einer Rendite von 12,4 Prozent beziehungsweise 21,5 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Der Stoppkurs sollte bei 34,50 Euro gesetzt werden.
Änderungen in Musterdepots von Börse Online:
In dem von Stefan Otto verantworteten Nebenwerte-Musterportfolio sind die 3.000 Anteile von Intershop Communications mit einem Verlust von 23 Prozent zu 2,40 Euro ausgestoppt worden.
Daniel Saurenz betreut das Zertifikate-Musterdepot und hat die 1.100 Bonus-Zertifikate (WKN DE0 TG0) auf die Deutsche Lufthansa und die 500 Bonus-Zertifikate (WKN CK1 T6U) auf E.on jeweils mit Verlust ausgebucht. Dafür hat er 1.200 Bonus-Zertifikate (WKN CK6 5QS) auf Infineon Technologies zu 6,42 Euro und 580 Bonus-Zertifikate (WKN CK7 SXR) auf ThyssenKrupp zu 15,62 Euro eingebucht.

Der Aktionärsbrief: Leoni lockt mit einer günstigen Bewertung
Im ersten Quartal des laufenden Jahres hat Leoni erstmals den zugekauften südkoreanischen Bordnetzhersteller Daekyeung in die Bilanz mit einbezogen. Zudem verbuchte der Automobil-Zulieferbetrieb einen Erlös von 29,5 Millionen Euro aus dem Verkauf der Tochterfirma Studer Hard. Wenn das berücksichtigt wird, verfehlte Leoni mit den Zahlen für das Auftaktquartal knapp die Schätzungen der Analysten, weshalb der Aktienkurs zwischenzeitlich auch gesunken ist. Die Experten des Aktionärsbriefes halten die Daten dennoch für gut. Zudem ist der Vorstand mit den Geschäften im zweiten Quartal bislang zufrieden. Operativ läuft es ähnlich wie im ersten Quartal. Da allerdings die Einmaleffekte nicht mehr so zum Tragen kommen, hat sich demnach die Wachstumsqualität wesentlich verbessert. Das Management hat zudem die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Demnach soll der Umsatz um etwa fünf Prozent auf 3,8 bis vier Milliarden Euro zulegen und das EBIT auf 230 bis 280 Millionen Euro. Da das KGV für dieses Jahr nur 6 beträgt, sollten Anleger die Aktie nun bei Kursen von weniger als 32,50 Euro kaufen.
Änderungen in Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Im spekulativ ausgerichteten Musterportfolio sind zwar die 3.000 Anteile von Villeroy & Boch ausgestoppt worden, doch aufgrund der Dividendenzahlung haben die Verantwortlichen diesen Stoppkurs ausgesetzt; die Papiere bleiben also im Depot. Tatsächlich sind ausgestoppt worden: die 500 Anteile von Data Modul mit einem Gewinn von sieben Prozent zu 13,90 Euro und die 1.100 Aktien von AT&S Austria mit einem Verlust von zehn Prozent zu 8,50 Euro. Die Verantwortlichen haben zudem ihre 1.500 Titel von Seven Principles mit einem Minus von 22 Prozent zu 6,05 Euro ausgebucht. Nun möchten sie noch ihre 300 Anteile von Stratec Biomedical und 400 ihrer 800 Titel von Augusta Technologie aus dem Portfolio nehmen.
Im Allround-Musterdepot sind die 500 Aktien der Deutschen Post mit einem Verlust von sieben Prozent zu 13,30 Euro ausgestoppt worden. Dafür möchten die Verantwortlichen 150 Papiere von The Walt Disney Company einbuchen.
Änderungen im Musterdepot von Platow Emerging Markets:
Im Musterportfolio sind die 1.800 Anteile von Dragon Oil mit einem Gewinn von elf Prozent zu 6,20 Euro ausgestoppt worden. Zudem sind jeweils mit einem Verlust ausgestoppt worden: die 1.410 Anteile am ETF MSCI India Lyxor (WKN LYX 0BA; minus neun Prozent) zu neun Euro, die 675 Aktien von Banpu (minus elf Prozent) zu 12,40 Euro und die 950 Titel von Brasil Foods (minus 21 Prozent) zu 12,45 Euro. Dafür möchten die Verantwortlichen nun 1.500 Papiere von Keppel und weitere 830 Stück zu höchstens 5,70 Euro einbuchen und bei 4,75 Euro absichern sowie 30 Anteile von Philip Morris CR aufnehmen und den Stoppkurs bei 375 Euro setzen.
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